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Aktuelle Meldungen zu den Themen Versicherungen, Finanzierung und Geldanlage

2012: PKV gegen GKV?

Die private Krankenversicherung hat sich immer schon für Gutverdiener, Selbständige und Beamte gelohnt und stellt häufig die günstigere Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung dar. Das jedoch könnte sich nun ändern, denn der Wettbewerb um die Zielgruppe in der GKV und PKV wird derzeit wohl noch verstärkt werden. Grund dafür ist, dass sich die Zugangsvoraussetzungen für die private Krankenversicherung wieder geändert haben. Erst seit Anfang 2011 ist die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) gesenkt worden ist - und zwar auf 49.500 Euro. Nun scheint die Verbrauchern aber ein besonders hoher Anstieg der JAEG zu treffen, schließlich ist sie zum 01.01.2012 um 2,7 Prozent auf 50.850 Euro angehoben worden.
Interessierte Neukunden werden dadurch eher verschreckt - wenn sie überhaupt noch einen Wechsel von GKV zu PKV vornehmen können. Denn als Angestellter darf man nur unter der Voraussetzung, dass das Jahreseinkommen über dieser Grenze erzielt wurde, in eine private Krankenversicherung wechseln. Ausnahmen gelten für Freiberufler, Selbstständige und Beamte. Für privat Versicherte, die aufgrund der Erhöhung der JAEG zurück in die Versicherungspflicht fallen würden, gibt es aber die Option, innerhalb von 3 Monaten einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht gemäß Â§ 8 Abs. 1SGB V zu stellen und weiterhin in der PKV zu bleiben.
Zum 01. Januar sind außerdem viele der Beiträge in den privaten Krankenversicherungen in nicht unerheblichem Maße gestiegen. Diese Punkte werden die Konkurrenz zwischen PKV und GKV noch mehr verstärken. Parallel zu den Veränderungen in der PKV haben viele gesetzliche Krankenkassen nun vor, den höchst ungeliebten Zusatzbeitrag wieder abzuschaffen. Für die PKV könnte auch das mit einem deutlichen Rückgang im Neukundengeschäft einhergehen.

2. Januar 2012, 23:44  |  Versicherungen

Kommt die Bürgerversicherung?

Die SPD macht Ernst: Am 06. Dezember wird sich der Parteitag mit dem Leitantrag zur Gesundheitspolitik beschäftigen. Ziel der Genossen ist nicht weniger als die Konzeption einer Bürgerversicherung, die zur Zielvorgabe der Partei gemacht werden soll. Im Klartext: Bei den nächsten Wahlen geht es auch darum, ob die Deutschen ihr gewohntes System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung behalten oder die Bürgerversicherung einführen. Schon jetzt melden sich Befürworter und Gegner lautstark zu Wort.

Obwohl bis heute noch kein tragfähiges Konzept zur Bürgerversicherugn existiert, stellt allein die Möglichkeit einer solchen Lösung bereits eine reale Bedrohung für die PKV dar. Denn ein Bestandteil der populärsten Entwürfe zur Bürgerversicherung ist, dass die privaten Krankenversicherungen zwar bestehen bleiben, aber keine neuen Kunden mehr aufnehmen können. Das wiederum hätte zur Folge, dass der Mix der Beitragszahler in den PKV-Tarifen aus dem Ungleichgewicht gerät - bislang entsteht Beitragsstabilität auch dadurch, dass in den Tarifen sowohl ältere und kranke als auch junge, gesunde Beitragszahler versichert sind. Was passieren kann, wenn es plötzlich deutlich weniger Beitragszahler als kalkuliert gibt, sieht man derzeit: Einige private Krankenkassen müssen ihre Tarife zum neuen Jahr zum Teil deutlich anheben, weil die Anzahl der Kunden in Billig-Tarifen, die ihren Zahlungspflichten nicht mehr nachgekommen sind, zuletzt deutlich höher war als kalkuliert. Die Zeche zahlen Bestandskunden, deren Tarife dadurch teurer werden. Fehlt es der PKV aufgrund der Einführung der Bürgerversicherung an Nachwuchs, tritt eben dieser Effekt ein - nur noch deutlicher. Immer weniger privat Versicherte, deren Krankheitsrisiko immer weiter steigt, müssten dann für ihre Krankenversicherung extrem schnell steigende Beiträge zahlen. Die PKV würde zwar nicht abgeschafft, würde in diesem Szenario aber aussterben.
Kein Wunder also, dass sich der PKV-Verband stellvertretend für alle privaten Krankenversicherungen vehement gegen die Einführung einer Bürgerversicherung stark macht. Einige Assekuranzen planen die Einführung der Bürgerversicherung über kurz oder lang offenbar schon ein. Bereits Ende August wurde bekannt, dass die Central den Vertrieb nachhaltig umbaut und den Vorstand verkleinert. Nun wurde bekannt, dass der Axa Konzern in den kommenden Jahren Millionen sparen und 1.600 Arbeitsplätze in Deutschland streichen will. Offiziellen Angaben zufolge dienen die Maßnahmen zur Stabilisierung der Wettbewerbsposition der Unternehmen im hart umkämpften Markt.

5. Dezember 2011, 22:00  |  Versicherungen

PKV-Wechsel wegen Beitragsanpassungen kostet Altersrückstellungen

Das Thema Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung beherrscht zur Zeit die Schlagzeilen. Das liegt unter anderem daran, dass im November die Erhöhungen der Tarife von den Unternehmen bekannt gegeben wurden, weitere Ankündigungen werden wohl im Dezember folgen. Die Central Krankenversicherung aus Köln und die ARAG (Düsseldorf) haben dies bereits getan. Die teilweise erheblichen Tariferhöhungen sind Konsequenz aus den Billigtarif-Versuchen der letzten Jahre. Mit den Preissteigerungen um bis zu 40 Prozent wollen die Versicherer ihre Defizite wieder ausgleichen. Viele Versicherte denken deswegen darüber nach, den Versicherer zu wechseln. Aber Vorsicht: Auf diese Weise die Altersrücklagen verloren gehen.

Experten sind der Ansicht, dass die Altersrücklagen nach etwa fünf bis sieben Jahren ein Niveau erreicht haben, das einen Wechsel in eine andere Gesellschaft nicht mehr rechtfertigt. Daher empfehlen sie Versicherten, die schön länger in der PKV versichert sind, einen Wechsel innerhalb des Konzerns durchzuführen - schließlich können auch auf diese Weise die Prämien verringert und gleichzeitig die Rücklagen behalten werden. Von dieser Option wissen nur die wenigsten Versicherten, da sie meist hingehalten werden, um nicht in günstigere Tarife mit den gleichen Leistungen überzutreten. Die Erfahrung zeigt zudem, dass die Mehrheit der Kunden nach einem gewissen Zeitraum keine Muße zum Angebotsvergleich mehr hat und schließlich in ihren alten und teuren Tarifen versichert bleibt. Was u.U. auch an (vermeintlich) schwierigen Wechselbedingungen der jeweiligen Krankenversicherung liegen kann. Für Versicherte, die mit der Situation und dem Tarifwechselrecht überfordert sind, gibt es den Bund der Versicherten, der ebenso wie gute unabhängige Versicherungsvermittler bei Problemen rund um den Tarifwechsel unabhängig beraten kann.

30. November 2011, 12:00  |  Versicherungen

Zu hohe Verwaltungskosten in der GKV

Die Auswertung des jährlichen Berichts über die Haushaltsführung und die Wirtschaftlichkeit der gesetzlichen Krankenkasse wurde jetzt vom Bundesrechnungshof (BRH) dem Bund unterbreitet. Summa summarum ergab die Auswertung, dass es bei mehreren Kassen zu schwerwiegenden Fehlkalkulationen kam. Der Bundesrechnungshof hatte das nicht erwartet und prangerte die Krankenkassen mit ihrem teilweise „krassen Missmanagement“ an. Vor allem in puncto Mietkosten haben Krankenkassen immer wieder hohe Verluste, weil sie unter anderem ungeeignete Büro- und Vertriebsflächen anmieten. So wurde zum Beispiel von einer Krankenkasse eine Bürofläche von 32.000 qm angemietet - von denen jedoch nur 13.500 qm genutzt wurden. Die restlichen Quadratmeter wurden mit beträchtlichen Verlusten untervermietet. Ähnlich war es in einem weiteren Beispiel, wo von 19.000 gemieteten Quadratmetern nur 8.000 verwendet wurden und die weitere Fläche gar nicht genutzt wurde.

Neben solchen Fehlkalkulationen sind es auch die schlechteren Konditionen selbst, die den Versicherungen hinsichtlich der Mietflächen angeboten werden, oft über den jeweiligen Preisen in der Region. Aus diesem Grund verlangt nun der Bundesrechnungshof, eine Art Aufsichtsrat zu bilden, der die Mietverträge der gesetzlichen Versicherungen gegenzeichnet und absegnet, bevor diese in Kraft treten. Zudem konnte der BRH aus der Auswertung den Sinn und Zweck von Fusionen besser erschließen. Finanziell gesehen konnte auch nach dem Zusammenschluss einiger Krankenkassen der Plan zur Senkung von Verwaltungskosten nicht geschafft werden. Vielmehr wurden bei fast allen überprüften Krankenkassen steigende Verwaltungskosten bis zu 18 Prozent bemerkt.

25. November 2011, 12:00  |  Versicherungen

Krankenkassen-Fusionen dürfen nicht vom Kartellamt gestört werden

Die Richter des Landessozialgerichts Hessen kamen zu dem Urteil, dass das Bundeskartellamt bei einem Zusammenschluss zwischen zwei gesetzlichen Krankenkassen nicht intervenieren darf. Das gilt sogar dann, wenn die Behörde vermutet, dass der Zusammenschluss wettbewerbsgefährdend ist (Az.: L1 KR 89/10 KL). Darüber hinaus hat das Kartellamt sich auch aus den Angelegenheiten rund um die Erhebung der Zusatzbeiträge herauszuhalten, wie die Richter meinten.

Anfang 2010 hatten insgesamt acht gesetzliche Krankenkassen in einer gemeinsamen Pressekonferenz angekündigt, von ihren Mitgliedern Zusatzbeiträge zu verlangen. Das Bundeskartellamt hatte hinter dieser Erklärung unzulässige Preisabsprachen vermutet. Die Richter des Landessozialgerichts Hessen schlugen sich aber nun auf die Seite der Krankenkassen und machten klar, dass die Arbeit der Kassen rein sozial sei und nicht auf Gewinn abzielt. Vielmehr bilden die Kassen eine Art Solidargemeinschaft und sind aus diesem Grunde verpflichtet, untereinander einen Kosten- und Risikoausgleich vorzunehmen, so die Richter. Eine Einmischung des Bundeskartellamts in das Selbstverwaltungsrecht der Krankenkassen ist unzulässig, da nur das Bundesversicherungsamt für die staatliche Aufsicht der gesetzlichen Krankenversicherung zuständig sei, wie es aus der Begründung der Richter hervorging.

Kartellamtssprecher Jan Lohrberg schätzt die gegenwärtige Situation als ziemlich problematisch ein. Es bestehe dringender politischer Handlungsbedarf, wie er der Stiftung Warentest mitteilte. Infolge der ständig durchgeführten Fusionen gibt es heutzutage von den knapp 400 gesetzlichen Krankenkassen, die noch 2001 existierten, nur noch etwa 150. Anfänglich sollte die Idee der Zusammenschlüsse Kosten im Gesundheitswesen einsparen und auch den Wettbewerb fördern. Lohrberg muss aber jetzt feststellen, dass diese Zusammenschlüsse dringend einen gewissen Rahmen mit Regeln und Ordnung verfolgen müssen, der mit dem bestehenden Wettbewerbsrecht harmoniert.

21. November 2011, 12:00  |  Versicherungen

Beitragsanpassungen 2012 wohl auch bei Zusatzbeiträgen

Neben der Central und der ARAG werden auch noch weitere privaten Krankenversicherungen zum nächsten Jahr ihre Beiträge anpassen. Für die Kunden bedeutet das, dass nicht nur in den Vollversicherungstarifen mit Erhöhungen gerechnet werden muss. Infolge der Einführung der GOZ zum 1. Januar 2012 werden sehr sicher auch Zusatzversicherungen teurer werden.
Ob die Versicherten dann solch deutliche Preiserhöhungen hinnehmen müssen wie in der Central oder ARAG, ist noch offen. In der Central Krankenversicherung liegen die Erhöhungen bei bis zu 40 Prozent, die ARAG lässt die Preise in der PKV um bis zu 30 Prozent ansteigen. Im Durchschnitt müssen Versicherte in der PKV jedes Jahr Erhöhungen von 5 – 7 Prozent hinnehmen. Gerade in der Central liegen die durchschnittlichen Erhöhungen aber bei 12,9 Prozent und damit fast zweimal so hoch aus wie bei allen anderen Versicherern.

Zu den erheblichen Erhöhungen in den Volltarifen der privaten Versicherer kam es unter anderem durch das misslungene Projekt der Billigtarife in der PKV, welches viele Zahlungsunwillige in die PKV und die Versicherer langsam aber sicher in finanzielle Schwierigkeiten brachte. Zusätzlich sind in unterschiedlichen Fällen die Kosten für die privaten Versicherer überproportional gewachsen - ein weiterer Grund für die Anhebung der Beiträge. Nun weisen Spezialisten der Branche daraufhin, dass auch die Zusatzversicherungen nicht von solchen Beitragsanpassungen verschont bleiben werden. Vor allem wegen der Einführung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) zum 1. Januar 2012 besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass die sehr beliebten Zahnzusatzversicherungen teurer werden. Darüber hinaus sind es Faktoren wie medizinischer Fortschritt und steigende Medikamentenpreise, die die Beiträge der privaten Zusatzversicherungen mittel- oder langfristig für gesetzlich Versicherte steigen lassen. Das einzige, was den Versicherten dann noch bleibt, ist den Tarif zu wechseln oder das Sonderkündigungsrecht zu nutzen und sich eine neue private Zusatzversicherung zu suchen.

16. November 2011, 12:00  |  Versicherungen

Allianz mit neuen PKV-Tarifen für ältere Versicherungsnehmer

Die Allianz Krankenversicherung bietet Versicherten ab dem vollendeten 60. Lebensjahr jetzt sehr günstige Tarife an. Mit diesem Schritt ist sie eine der wenigen Versicherungen, die auch für ältere Versicherungsnehmer attraktiv bleiben. Als Grund führt das Unternehmen an, dass die gesetzliche Verpflichtung bestehe, älteren Versicherten bei einer Beitragserhöhung Vorschläge zu präsentieren, wie die Beitragserhöhung durch einen Wechsel in Tarife mit geringeren Leistungen abgefedert werden kann.
In der Regel ist es so, dass ältere Versicherte ab dem vollendeten 60. Lebensjahr in der privaten Krankenversicherung regelmäßig einen deutlichen Anstieg ihrer Beiträge hinnehmen müssen - und das bei einem oft verringerten Einkommen. Zusätzlich haben die meisten Gesellschaften gerade zum Jahresende Beitragserhöhungen parat, die die Beiträge für die älteren Versicherten geradezu unbezahlbar machen. Dabei klären die Konzerne ihre Kunden oft nicht angemessen auf, schließlich haben auch die älteren Versicherten im Fall einer Beitragserhöhung verschiedene Rechte, die sie in Anspruch nehmen können. Die Versicherten können beispielsweise in einen Tarif mit niedrigeren Leistungen wechseln. So haben sie die Möglichkeit in den Basistarif überzutreten, der vor allem durch konstante Beiträge ähnlich dem Niveau der gesetzlichen Kassen gekennzeichnet ist. Aber nicht nur dieser Hinweis ist Pflicht, sondern auch die Unterbreitung eines neuen Angebots, in dem der Versicherte erfährt, wie er seine Beitragszahlungen in Zukunft verringern kann.
Die Allianz Krankenversicherung und die HanseMerkur Krankenversicherung gehen genau diesen Weg und informieren ihre Kunden in diesen Tagen über anstehende Beitragserhöhungen und über die möglichen Wechseloptionen. Je nach Einzelfall muss dann entschieden werden, ob sich ein Wechsel in die leistungsschwächeren Tarife lohnt und sinnvoll ist. Im Alter in einen billigeren Tarif mit weniger Leistungen zu wechseln, sollte gut überlegt sein, da es doch gerade mit zunehmendem Alter wichtig wird, auf bessere und hochwertigere Behandlungen zählen zu können. Bei einem Niedrigleistungstarif ist es möglich, dass der Versicherte Leistungen selbst zahlen muss.

11. November 2011, 11:11  |  Versicherungen

PKV verzeichnet 2011 hohen Zuwachs an Kunden

Obwohl 2011 eher als Krisenjahr gilt, hat die private Krankenversicherung im Vergleich zu 2010 viele Neukunden gewinnen können. Bereits im ersten halben Jahr hat die PKV einen Zuwachs von 54.000 Neukunden verzeichnet. So ist die Zahl der privatversicherten Deutschen auf 8,95 Millionen gestiegen. Neben dem Sektor der privaten Krankenvollversicherungen konnte die PKV auch im Bereich der Krankenzusatzversicherungen eine immense Steigerungsrate feststellen. So sind bis Juni 2011 knapp 119.000 neue Zusatzpolicen abgeschlossen worden.
Ursache für diesen großen Aufschwung könnten unter anderem der Wegfall der 3-jährigen Wechselgrenze und auch der gestiegene Einkommensdurchschnitt sein, wie der Verband der privaten Krankenversicherer (PKV Verband) vermutet. Die bisherige Wechselgrenze ist zu Beginn des Jahres 2011 abgeschafft worden und durch eine einjährige Frist ersetzt worden. Durch das Wegfallen der 3-Jahres-Frist gab es in der privaten Krankenversicherung jedoch auch eine sehr große Zahl von Zahlungsausfällen. In der Konsequenz reagierten zahlreiche private Krankenversicherungen wie beispielsweise die Hallesche, die AXA und die HanseMerkur darauf mit Veränderungen ihrer Annahmerichtlinien bzw. einer Einführung strengerer Bonitätsprüfungen für bestimmte Berufsgruppen. Die Hallesche Krankenversicherung konnte erst vor einigen Tagen Erfolge mit dem Einsatz der neuen Bonitätsprüfung verkünden.
Dessen ungeachtet wird für 2012 vom der PKV-Verband wieder ein reger Neukundenzufluss prognostiziert. Infolge der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze gibt es einen weiteren Grund für Gutverdienende, in die private Krankenversicherung überzutreten. Versicherte werden auch wegen der stetigen Leistungskürzungen in der GKV immer öfter dazu gebracht, sich mehr für die Leistungen und Preismodelle der PKV zu interessieren.

7. November 2011, 12:00  |  Versicherungen

Inter Krankenversicherung verbessert ihren PKV Tarif

Die INTER Krankenversicherung aG hat für ihre Kunden einiges verändert, um sie zufrieden zu stellen. So hat der Versicherer in den Tarifen INTER CompactCare® und INTER ComfortLine®, die sowieso schon für hochwertigen Krankenversicherungsschutz stehen, ab sofort zusätzlich zu den bereits festgelegten Facharztgruppen auch Orthopäden, Dermatologen und Urologen direkt und ohne die Kürzung der tariflichen Erstattung auf 75% miteinbezogen. Für die Kunden heißt das, dass sie ab jetzt nicht mehr so häufig zum Hausarzt gehen müssen. Alle, die über Beschwerden klagen, haben jetzt die Gelegenheit mehr Fachärzte direkt aufzusuchen. Weiterhin steht es natürlich jedem Kunden frei, den Hausarzt als erstes zu konsultieren und erst nach seiner Empfehlung zu dem entsprechenden Spezialisten zu gehen. Egal, wie sich der Kunde entscheidet, er profitiert jedenfalls unmittelbar von einer Vielzahl von Vorteilen, die ein privater Krankenversicherungsschutz mit sich bringt. Durch diese Maßnahme will die INTER den gebotenen Versicherungsschutz noch komfortabler gestalten und damit den Kundenwünschen noch weiter entgegen kommen.

Insgesamt können die Versicherten infolge der Erweiterung der Liste seit Neuestem nun neben den Ärzten für Allgemeinmedizin und praktischen Ärzten auch Gynäkologen, Augenärzte, Kinderärzte, Notärzte, Orthopäden, Dermatologen und Urologen direkt aufsuchen. Bislang war es so, dass z.B. INTER ComfortLine® den Hausarzt als Gesundheitskoordinator bzw. Gesundheitsmanager deklarierte und der Versicherte mittels dieses modernen Prinzips sehr günstige Beiträge im Segment der Luxus-PKV-Tarife zu zahlen hatte. Dabei werden zum Beispiel 100% für ambulante ärztliche Behandlung und Arzneimittel bei Anwendung des Hausarztprinzips erstattet.

2. November 2011, 12:00  |  Versicherungen

Beste Zusatzversicherer in Deutschland ermittelt

Der Nachrichtensender n-tv hat das Deutsche Institut für Service-Qualität GmbH & Co. KG (DISQ) beauftragt, die 20 größten privaten Krankenversicherer hinsichtlich Service und Leistung im Zusatzversicherungs-Bereich zu überprüfen. Insgesamt sind dazu jeweils zehn Telefon-, E-Mail-Tests sowie Internet-Nutzerbetrachtungen und je eine Inhaltsanalyse der Internetseiten pro Konzern durchgeführt worden. In den Bereichen Stationäre Zusatzversicherung und Zahnzusatzversicherung holte sich das DISQ Unterstützung von der Ratingagentur Franke und Bornberg GmbH, die auch im Bereich Auslandsreise-Krankenversicherung durch Pressestellenabfragen die Lage untersuchte.

Am besten schnitt die Ergo Direkt in der „Studie: Anbieter Krankenzusatzversicherung 2011“ ab. Bei der Serviceanalyse, zu der der Bereich Telefon mit 50 Prozent, der Bereich E-Mail mit 30 Prozent und der Bereich Internet mit 20 Prozent gehört, haben die überprüften Versicherer insgesamt lediglich ein „befriedigend“ erhalten. Ein „sehr gut“ gab es nicht, dafür sieben Mal ein „gut“, zehn Mal ein „befriedigend“ und drei Mal ein „ausreichend“. DISQ konnte hinsichtlich der telefonischen Beratung den Krankenversicherern eine „sehr gute“ Bewertung erteilen. Zu bemängeln war jedoch, dass sich nur bei der Hälfte der Gespräche die Berater individuell mit den Fragen der Testinteressenten beschäftigten und auch lediglich bei einem Viertel der getesteten Versicherer eine kostenlose Rufnummer zur Kontaktaufnahme vorhanden war. Dessen ungeachtet waren 86 Prozent der Aussagen komplett und strukturiert, und die Testanrufer mussten durchschnittlich lediglich 38 Sekunden warten.
Verbesserung muss es den Testern zufolge unbedingt in der Qualität der E-Mail-Antworten geben - dieser Bereich ist lediglich mit „ausreichend“ bewertet worden. So waren zwei Drittel der Rückmeldungen unvollständig und nicht individuell und 20 Prozent der Anfrage wurden gar nicht beantwortet. Im Durchschnitt mussten die Kunden ganze 41 Stunden auf eine Antwort warten.

31. Oktober 2011, 14:55  |  Versicherungen