Die Politiker sind sich einig und haben zum Wochenbeginn ihre Entscheidung zum Einheitstarif in der gesetzlichen Krankenversicherung mitgeteilt. Wie von vielen Experten erwartet verteuert sich der Beitrag zur GKV für alle Pflichtversicherten und freiwilligen Mitglieder ab dem 01. Januar 2009 deutlich. Jedes Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse muss in Zukunft 15,5% des Einkommens in den Gesundheitsfonds einzahlen, welcher dass bisherige System zur Finanzierung des Gesundheitswesens ablösen wird.

Um die Versicherten zu entlasten, wurde im Koalitionsausschuss aber gleichzeitig eine Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung beschlossen. Diese lagen bisher bei 3,3% und sinken ab 01.01. 2009 auf 2,8%. Damit kompensiert auf dem Papier und der Meinung vieler Politiker nach dessen Senkung die Anhebung der Krankenversicherungsbeiträge. Allerdings ergibt sich in Wirklichkeit ein etwas anderes Bild. Aufgrund der Tatsache, dass die Parteien bei ihrer Entscheidung den durchschnittlichen Beitragssatz im Auge hatten, werden speziell die Versicherten bestraft, welche in den vergangen Jahren die Angebote der einzelnen Krankenkassen miteinander verglichen und sich für einen günstigen Vertreter entschieden haben.

Wer dieses Jahr noch mit 12% seinen Anteil zum Gesundheitssystem beiträgt, muss im nächsten Jahr mit zusätzlichen Ausgaben von unterm Strich 3% rechnen. Bei einem Einkommen von 2000 Euro entspricht dies immerhin einem Betrag von 60 Euro pro Monat, die sich in 12 Monaten zur stolzen Summe von 720 Euro aufsummieren. Kein Wunder also, dass einige Mitglieder der GKV mit der Entscheidung ihrer Regierung unzufrieden sein dürften.

Zusätzlich macht die Möglichkeit, dass einige der Krankenkassen ihren Mitgliedern noch tiefer ins Portemonnaie greifen können, die neuen Beiträge zur bitteren Pille. Versicherte der privaten Krankenversicherung bleiben von dieser Beitragsentwicklung glücklicherweise verschont und können weiterhin mit bezahlbaren Leistungen auf hohem Niveau rechnen.


 

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