Für viele Mitglieder der privaten Krankenversicherung birgt das Jahr 2009 finanziell sicher so manch böse Überraschung, denn die Gesundheitsreform wird in den nächsten Monaten in einigen Haushalten für einen Beitragsschock sorgen. Betrachtet man sich dabei die Erhöhung der Versicherungsprämien etwas genauer, wartet eine Überraschung auf den Beobachter, denn der oft gescholtene Basistarif, welcher in der Vergangenheit für einen großen Teil der zukünftigen Beitragssteigerungen verantwortlich gemacht werden sollte, scheint am Ende nur an einem kleinen Teil der hohen Prämien schuld zu sein.

Wo aber liegt dann die eigentliche Ursache für den prophezeiten Beitragsschock? Schließlich gehen Experten davon aus, dass im Bereich des Neukundengeschäfts eine Anhebung der Einstiegstarife von bis zu 25% zu erwarten ist, was einem massiven Einschnitt für die private Krankenversicherung darstellt. Da der Basistarif selbst nach neuen Schätzungen bzw. Berechnungen aus der Branche noch nicht einmal 2% der neuen Beiträge ausmacht, ist die Ursache also an ganz anderer Stelle zu suchen. Und fündig wird man beim neuen Wechselrecht für Neukunden. Denn mit Wirkung zum 01. Januar 2009 führt die Bundesregierung nicht nur den Basistarif ein, sondern sorgt auch dafür, dass die Versicherten einen Teil der angesparten Altersrückstellungen mit zu ihrem neuen Versicherer nehmen können.

Was sich im ersten Moment für den Verbraucher als durchaus positive Entwicklung angehört hat, entpuppt sich am Ende als eine Kostenschraube, welche der PKV einen Teil ihrer finanziellen Attraktivität nimmt. Zumal neben dieser Entwicklung auch die laufenden Kosten der privaten Krankenversicherung immer weiter steigen, da ja bekanntlich die medizinische Versorgung der Versicherten immer teuer wird. Wer auch weiterhin den Schutz der PKV genießen will, sollte also bereits heute den einen oder anderen Euro für die Beiträge im Alter zurücklegen.


 

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