Die Gesundheitskosten steigen, und das nicht nur auf dem Papier. Jeder Versicherte spürt inzwischen die Belastungen durch ein überlastetes Gesundheitssystem im eigenen Portemonnaie, egal welcher Versicherung er auch angehört. Ein Grund mehr, sich einmal etwas genauer mit der Entwicklung bis zum Ende der Dekade zu beschäftigen. Speziell das Jahr 2009 hält für die GKV und private Krankenversicherung einige Veränderungen bereit. So müssen alle Mitglieder der gesetzlichen Kassen ab 01. Januar mit deutlich steigenden Beiträgen rechnen.

Schuld daran ist der Gesundheitsfonds. aber auch die PKV kommt um eine Anhebung ihrer Beiträge nicht herum – hier machen Basistarif und die Mitnahme der Altersrückstellungen eine Neukalkulation der monatlichen Prämien notwendig. Während im kommenden Jahr der wohl größte Teil aller Versicherten gerade noch mit einem blauen Auge davonkommen könnte, wird es speziell in der gesetzlichen Krankenversicherung nach dem 31.12. 2009 richtig teuer. Experten rechnen damit, dass nach einem „relativ“ guten Jahr 2009 im Gesundheitssektor ab 2010 die Auswirkungen der momentan anhaltenden Wirtschaftskrise voll durchschlagen werden.

Weniger Erwerbstätige in Industrie und Handel sorgen für ein Sinken des Einkommensdurchschnittes und damit auch für weniger Beiträge. Folge dürfte der Griff etlicher Krankenkassen zum Mittel der Zusatzbeiträge sein, um ihre leeren Kassen wieder zu füllen. Gewinner in dieser Situation können dagegen die privaten Krankenversicherer sein, denn freiwillige Mitglieder werden nicht nur aufgrund der Beitragsanhebung finanziell zur Kasse gebeten, ab 2009 fällt für Selbstständige und Freiberufler auch das Krankengeld weg. Und mehrere Millionen freiwillige Mitglieder, welche den gesetzlichen Kassen immer noch die Treue halten, dürften in den kommenden zwei Jahren ein deutlich wachsendes Interesse an einem Wechsel zur PKV zeigen.


 

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