Finanzkrise und Konjunkturabschwung haben für die Bundesregierung nicht nur Schattenseiten: In den vergangenen Wochen sind einige Themen aus den Schlagzeilen verschwunden, über die vor dem großen Bankensterben hitzig debattiert wurde.

Dazu gehört auch die Gesundheitsreform mit ihren eher ungeliebten Neuerungen wie dem Gesundheitsfonds. Ein Grund mehr, dieses Thema kurz vor dem Jahreswechsel noch einmal aufzugreifen, denn gerade in Bezug auf die private Krankenversicherung gehen die Veränderungen weiter als viele Versicherte eigentlich denken. Zwar dürfte inzwischen bekannt sein, dass ab 01. Januar der Basistarif in der PKV angeboten wird, welcher nicht nur Neuzugänge finanziell belastet, sondern auch bei Bestandskunden für den einen oder anderen Euro im Portemonnaie weniger sorgen dürfte.

Eine weitere Veränderung taucht in den Medien aber bislang scheinbar nur als Randnotiz auf: Es geht um die Versicherungspflicht in der privaten Krankenversicherung. Während in der GKV bereits seit einiger Zeit eine entsprechende Regelung gilt, können im Bereich der privaten Gesundheitsvorsorge Patienten immer noch auf den Schutz einer Versicherung verzichten. Geht es nach dem Koalitionsvertrag, soll allerdings damit Schluss sein, denn dieser fordert eine Krankenversicherung für jeden Bürger – und damit auch für Selbstständige und Freiberufler.

Ab 01. Januar 2009 wird diese Versicherungspflicht auch in der PKV umgesetzt. Wer in diesen Tagen über noch keine gültige Krankenversicherung verfügt, sollte sich also um einen entsprechenden Vertrag bemühen, denn im Ernstfall kann es für alle Betroffenen teuer werden. Wer sich erst im Juli 2009 für den Eintritt in die PKV entscheidet, muss mit einer rückwirkenden Zahlung der Beiträge zum 01. Januar rechnen, was selbst im Basistarif einer größeren Summe entspricht.


 

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