Die Wirtschaftspresse gibt den neuen Trend beim Investieren vor: Schon lange nicht mehr wurde in Wirtschaftszeitungen und Magazinen so sehr zum Kauf von Aktien geraten. Aus Sicht vieler Redakteure gibt es für private Anleger keine Alternative. Die Marktzinsen sind nämlich schlicht zu niedrig und außerdem könnte es zum Euro-Crash kommen. Wer in Aktien investiert hat, sichert sein Vermögen ab: Unternehmensanteile bleiben auch bei einem Crash Unternehmensanteile. Die Sicherheit ist somit besonders hoch.

Allerdings dürfen private Investoren eine wichtige Sache nicht außer Acht lassen: Die Börsenrallye der vergangenen Jahre wurde einzig und allein von den Notenbanken getrieben. Mittlerweile werden viele Aktien zu hohen Kursen gehandelt. Ein weiterer Anstieg ist zwar möglich, doch es könnte genauso gut zum Crash kommen. Dieser muss zwar keinen Vollverlust zur Folge haben, allerdings müssten Anleger unter Umständen herbe Verluste in Kauf nehmen, die sich nicht so leicht aussitzen lassen.

In Anbetracht dieses Risikos gilt es beim Aktienkauf vorsichtig zu sein. Wer einsteigen möchte, sollte nicht zu viel Geld auf einmal investieren. Außerdem gilt es die einzelnen Aktientitel sehr genau auswählen. Vor allem auf die Risikostreuung ist zu achten, damit sich das Risiko in Grenzen hält.

Wer früher ausschließlich auf Tagesgeldanlagen gesetzt hat, sollte sich des Risikos bewusst sein, das ein solcher Umschwenk mit sich bringt. Tagesgelder mögen zwar nur niedrige Zinsen bescheren, aber dafür gelten Verluste als ausgeschlossen. Wer auf Aktien umsteigt, begibt sich in eine vollkommen andere Risikoklasse. Zumal auch so genannte Bluechips nicht zu unterschätzen sind, auch dort hat es schon mehrfach deutliche Kurskorrekturen gegeben.

 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share