Zum Jahreswechsel werden auch 2008/2009 sicher wieder Sektkorken knallen und Raketen farbenfrohe Muster in den Nachthimmel zaubern. Der nächste Morgen dürfte für einige Bundesbürger aber mit Kopfschmerzen beginnen. Und das nicht nur im sprichwörtlichen Sinn, auch im Portemonnaie hinterlässt der Jahreswechsel deutliche Spuren. Speziell Selbstständige und Freiberufler müssen im kommenden Jahr mit einigen Neuerungen rechnen, was ihren Krankenversicherungsstatus betrifft. Mit dem Jahreswechsel wird ein im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD festgeschriebenes Ziel umgesetzt – die Versicherungspflicht für jedermann.

Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen sind mit diesem Thema bereits vertraut, hat die Politik ihnen doch seit April 2007 eine Versicherungspflicht auferlegt. Personen, die über keine Krankenversicherung verfügen und der PKV zugerechnet werden können, müssen sich ab Januar 2009 also um einen entsprechenden Vertrag bemühen. Aus diesem Grund wurde durch die Große Koalition der Basistarif eingeführt, dessen Leistungen mit denen der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar sind. Allerdings dürfte in Anbetracht der letzten Nachrichten um diesen neuen Tarif keine wirkliche Freude aufkommen. Wer deshalb auf den Abschluss einer Krankenversicherung verzichtet, muss im Ernstfall aber damit rechnen, die ausstehenden Beiträge nachzahlen zu müssen.

Von den Auswirkungen der Versicherungspflicht bleiben aber auch Bestandskunden der privaten Krankenversicherung nicht verschont, da als Folge der Einführung des Basistarifes die Gesamtkosten der Versicherer steigen. Eine Tatsache, die am Ende zu einem deutlichen Plus bei den Beiträgen führt. An dieser Stelle wird natürlich automatisch die Frage aufgeworfen, wie erfolgreich eine Versicherungspflicht sein kann. Da es für ein Verlassen der Krankenversicherung oft finanzielle Gründe gibt, werden Betroffene allein durch die Versicherungspflicht nur wenig Anlass zur Rückkehr in eine Krankenversicherung haben.


 

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