In den vergangenen Tagen wurden unzählige Diskussionen rund um das Thema Homöopathie geführt. Auslöser war ein Vorschlag aus den Reihen der Politik, die Übernahme entsprechender Behandlungskosten (vor allem was die Medikamentenseite betrifft) aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung zu streichen. Der Hintergrund ist simpel: Wissenschaftlich gilt die Wirkung der Homöopathie als widerlegt – zugleich verursacht sie hohe Kosten. Rund 500 Mio. könnten die Krankenkassen jährlich einsparen, wenn sie entsprechende Kosten nicht mehr übernehmen müssten.

Etliche Kassenpatienten fühlen sich auf den Schlips getreten, weil sie fest an die Homöopathie glauben und deshalb auch weiterhin auf eine Übernahme der Kosten bestehen. Diesbezüglich ist anzumerken, dass eine Leistungskürzung vorerst nicht zu befürchten ist: Mehrere Experten rechnen nicht mit einer Streichung der Homöopathie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung.

Neben der Homöopathie existieren noch zahlreiche weitere Behandlungsmethoden, die dem Bereich der Alternativmedizin zugeschrieben werden. Ein großer Teil dieser Behandlungsmethoden wird von den Krankenkassen nicht unterstützt: Behandlungen müssen die Patienten aus eigener Tasche bezahlen – es sei denn, sie verfügen über einen hinreichenden Versicherungsschutz.

In diesem Zusammenhang ist auf die private Krankenversicherung zu verweisen, die eine deutlich umfassendere Absicherung bieten kann. Eines der besten Beispiele ist die Übernahme von Heilpraktikerkosten: Zahlreiche Versicherer bieten spezielle Tarife und Tarifoptionen an, die eine Übernahme solcher Behandlungskosten bieten.

Wer nicht zum Wechsel in die private Krankenversicherung berechtigt ist, kann seinen gesetzlichen Krankenschutz um eine private Krankenzusatzversicherung ergänzen. Auch in diesem Bereich gibt es mittlerweile einige Tarife, die eine Kostenübernahme für naturheilkundliche Anwendungen durch den Versicherer bieten.


 

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