In zunehmend mehr Zeitungsartikeln ist zu lesen, dass sich Bauherren auf eine Hochzinsphase einstellen müssen. Teilweise entsteht schon fast der Eindruck einer Panikmache – und das nur, weil die Hypothekenzinsen seit Mitte des vergangenen Jahres um ca. 1,3 Prozent gestiegen sind. Allerdings befanden sich die Zinssätze zum damaligen Zeitpunkt auf einem absoluten Rekordtief. Trotz des bisherigen Zinsanstiegs sind auch die aktuellen Zinssätze immer noch als vergleichsweise preiswert einzustufen. Von einer Hochzinsphase kann daher noch lange nicht die Rede sein.

Dass immer häufiger von einer Hochzinsphase berichtet wird, dürfte vor allem mit dem Wirtschaftswachstum zu tun haben. Viele Journalisten rechnen mit weiteren Erhöhungen der Leitzinsen. Allerdings befinden sich auch diese nahezu auf einem Rekordtief. Die EZB müsste schon sehr stark an der Zinsschraube drehen – und im Prinzip kann sie das überhaupt nicht tun, außerhalb von Deutschland sieht es wirtschaftlich gar nicht so rosig aus. Dementsprechend gelten größere Zinserhöhungen als relativ unwahrscheinlich.

Bauherren und Immobilienkäufer sollten sich deshalb auch nicht unter Druck setzen lassen. Jetzt ein Immobiliendarlehen in aller Schnelle aufzunehmen, ist die falsche Strategie. Viel wichtiger ist es, das Vorhaben gründlich zu planen und sich Zeit für die Gestaltung der Finanzierung zu nehmen. Ein gutes Immobiliendarlehen muss nämlich exakt auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt sein.
Im Übrigen gibt es genügend Experten, die nicht an eine unmittelbare Hochzinsphase glauben. Die Zinsexperten des Baugeldvermittlers „Dr. Klein“ gaben erst kürzlich bekannt, dass sie mit einer Seitwärtsbewegung des Zinsmarktes rechnen – allzu viel Raum für einen enormen Zinsanstieg sehen die Experten nicht.


 

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