Diesen Abend bzw. pünktlich zum Jahreswechsel ist es wieder soweit: Millionen Deutsche werden sich nach draußen auf die Straßen begeben und dann fleißig Feuerwerksraketen oder auch Böller anzünden. Die Begeisterung für Feuerwerksartikel ist in Deutschland ungemein groß, vor allem bei jungen Menschen.

Geschossen wird weniger wegen der Tradition, sondern vielmehr aus Gründen der Unterhaltung. Doch leider kann aus Spaß ganz schnell bitterer Ernst werden, beispielsweise wenn Personen verletzt oder Dinge beschädigt werden. Wer dies für Ausnahmen hält, liegt leider falsch: Jahr für Jahr ereignen sich an Silvester zahlreiche Unfälle. Es hat schon seine Gründe, dass zahlreiche Ärzte nicht im Familienkreis feiern können: In der Silvesternacht sind sie damit beschäftigt, Verletzte zu versorgen.

Wenn es zu solchen Unfällen kommt, stellt sich zwangsläufig die Frage nach der verantwortlichen Person. Hierbei handelt es sich letztlich um die Person, die den Feuerwerkskörper angezündet hat. Späteres bereuen bringt übrigens wenig: Wenn ein Schaden entstanden ist, haftet die Person dafür. Dies kann bedeuten, dass hohe Kosten anfallen. Sowohl die Behandlung von Personen als auch die Reparatur von beschädigten Objekten kann äußerst teuer werden.

Im Ernstfall hoffen zahlreiche Personen auf den Schutz ihrer Haftpflichtversicherung. Allerdings zahlt diese nicht immer. Ob die private Haftpflichtversicherung zahlt, hängt einzig und allein von den jeweiligen Umständen ab. Im Wesentlichen kommt es darauf an, ob die verantwortliche Person fahrlässig gehandelt hat. Wer zum Beispiel Böller auf andere Personen wirft oder Raketen nicht in die Höhe abfeuert, handelt fahrlässig.

Da vor allem junge Menschen in entsprechende Vorfälle involviert sind, spielt Aufklärung eine wichtige Rolle. Eltern sollten Kinder und Jugendliche gut über den Umgang mit Feuerwerkskörpern und die damit verbundenen Gefahren informieren, damit es gar nicht erst zu Schwierigkeiten kommt.

 

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