Es ist erfreulich, wenn Bürger die Entscheidung treffen, ihre finanzielle Absicherung für den Ruhestand selbst in die Hand zu nehmen. Wer sich nicht auf den Staat verlässt und ergänzend eine private Altersvorsorge abschließt, ist mit Gewissheit besser dran. Es wird eine Zusatzrente fließen, die den Lebensstandard je nach Rentenhöhe deutlich anhebt.

Allerdings werden bei der Absicherung oft gravierende Fehler gemacht. Leider setzen sich viele Interessenten nicht genügend mit der Materie auseinander oder sie vertrauen ihren Beratern blind. Dementsprechend überrascht es nicht, dass sich der Wohn-Riester auf den Vormarsch befindet. Erst in der vergangenen Woche teilte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit, dass im ersten Quartal dieses Jahres mehr Wohn-Riester Verträge abgeschlossen wurden als je zuvor.

Das eigentliche Vorsorgekonzept scheint bei den Bürgern anzukommen, was genau genommen nicht überrascht. Die Idee, etwas für die Altersvorsorge zu tun und gleichzeitig das Thema Eigenheimerwerb anzugehen, ist äußerst reizvoll – so lassen sich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Leider sind die angebotenen Finanzlösungen gar nicht immer so gut, wie sie es zu sein scheinen. Es kann schnell passieren, dass man sich als Kunde an einen Anbieter klammert und dann insbesondere bei der späteren Immobilienfinanzierung kaum über Auswahlmöglichkeiten verfügt. Unter Umständen wird dann sogar eine relativ kostspielige Immobilienfinanzierung abgeschlossen.

Wir möchten nicht sagen, dass es falsch ist, diesen Weg zu gehen. Doch sofern der Abschluss eines Wohn-Riester Finanzprodukts tatsächlich in Erwägung gezogen wird, sollte gut geprüft werden, ob es wirklich zu einem passt. Schließlich wäre es auch möglich, Altersvorsoge und Immobilienfinanzierung zu trennen, ohne dabei einen Verlust der Förderung zu erfahren.


 

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