Die finanziellen Probleme der sogenannten PIGS-Staaten sind noch lange nicht vom Tisch. Derzeit ist Irland wieder ein großes Thema: Das Land benötigt dringend eine Finanzspritze in Milliardenhöhe, damit der Staatsbankrott ausbleibt. Weil wirtschaftlich starke Länder wie Deutschland und Frankreich maßgeblich zur Stützung der angeschlagenen Länder beitragen, wirkt sich dies auf die Zinssätze aus.

In den vergangenen Tagen haben sich mehrere Zinsexperten zu diesem Thema geäußert und sind sich diesbezüglich weitestgehend einig: Die langfristigen Zinsen werden in Ländern wie Deutschland und Frankreich maßgeblich anziehen. Diese Zinsentwicklung geht an den Hypothekenzinsen nicht spurlos vorbei – auch in diesem Zinsbereich rechnen viele Experten mit einem Anstieg. Gerade die langfristigen Zinsen sollen anziehen.

Ein solcher Anstieg würde sich besonders auf den Bereich der Forwarddarlehen auswirken. Wenn die langfristigen Zinsen steigen, wirkt sich dies auf die so genannten Forwardaufschläge aus. Diese nehmen wiederum einen Einfluss auf den Zinssatz des Darlehens: Je länger es noch dauert, bis das eigentliche Darlehen abgerufen wird, desto höher ist der Aufschlag bemessen.

Interessenten, die sich die aktuell günstigen Hypothekenzinsen für ihre Anschlussfinanzierung sichern möchten, sollten deshalb nicht zu lange abwarten, sondern stattdessen überlegen, ob sie jetzt abschließen möchten. Denn sollten die Zinsmärkte anziehen, käme dies gleich doppelt teuer. Zum einen würde der Darlehenszins steigen, zum anderen die Forwardaufschläge, was letztlich zu einer deutlich teureren Finanzierung führt. Besonders wenn die Anschlussfinanzierung innerhalb der nächsten 12 Monate ansteht, wäre es in der Tat überlegenswert, jetzt zu handeln.


 

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