Die Zahl der Ruheständler in Deutschland hat in den letzten Jahren durch die bessere medizinische Vorsorge und Ernährung immer weiter zugenommen. Das Altenteil genießen kann dabei nur ein Teil der Rentner, viele müssen auch nach dem eigentlichen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben weiter ihre meist bescheidene Rente aufbessern. Das Thema Altersarmut wird auch hierzulande in den nächsten Jahren weiter zu einem ernst zu nehmenden Problem. Dabei können Ruheständler mit einer Immobilie durchaus ihre finanzielle Situation aufbessern und neben Reisen auch die notwendige Pflege sicherstellen. Das Zauberwort heißt Rentenhypothek.

In der Regel ist es für einen Rentner schwer, bei Banken oder Kreditinstituten ein Darlehen zu erhalten. Entweder wird der Antrag mit einer Absage quittiert oder der Kredit nur mit hohen Zinsen zur Verfügung gestellt. Sobald eine selbstgenutzte Immobilie aber zum Eigentum der Betroffenen gehört, lässt sich dieser Weg umgehen.
Das hier gebundene Kapital kann mit Hilfe der Rentenhypothek wieder freigesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein tilgungsfreies Darlehen, dessen Höhe etwa der Hälfte des Immobilienwertes entspricht. Bei einem Immobilienwert von zum Beispiel 350.000 Euro ergibt sich eine maximale Höhe der Rentenhypothek von 175.000 Euro. Einzig die Zinsen müssen während der Laufzeit aus dem Kapital des Finanzierungskunden getilgt werden.

Als Kreditnehmer bleibt das Wohnrecht zudem erhalten und die Immobilie kann auch weiterhin wie gewohnt benutzt werden. Die Gewährung einer solchen Rentenhypothek ist aber zugleich an mehrere Bedingungen geknüpft, die im Vorfeld erfüllt werden müssen. Dazu gehört unter anderem auch, dass der Antragsteller über eine Altersrente verfügt und sich die genutzte Immobilie in seinem Besitz befindet. Die Auszahlung selbst erfolgt in bis zu fünf Teilen, die dem Konto des Kreditnehmers zufließen. So lässt sich das Kapital über das gesamte zu erwartende Lebensalter verteilen.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share