Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen müssen sich den 01. Januar 2009 im Kalender rot anstreichen, drohen doch zum Jahreswechsel grundlegende Veränderungen für die Krankenversicherung. Neben der Einführung eines einheitlichen Beitragssatzes müssen sich die Versicherten auch an andere Neuregelungen gewöhnen. Gerade die freiwilligen Mitglieder der GKV werden mit erheblichen Einschnitten konfrontiert, was zum Beispiel das Krankengeld betrifft.

Deshalb sollten die verbleibenden Monate bis zum Jahresende noch genutzt werden, um in die private Krankenversicherung zu wechseln. Aber auch hier bleibt der 01. Januar sicher nicht ohne Folgen, da die Gesundheitsreform in ihrer nächsten Stufe den Versicherungsunternehmen frischen Wind stärker ins Gesicht blasen wird. Auf der einen Seite schrumpft die Zahl der Neuzugänge aus den Reihen der gesetzlichen Krankenversicherung seit 2007 kontinuierlich, im Vergleich zu 2006 entschieden sich 50% der Neukunden für die PKV. Neben einer steigenden Versicherungspflichtgrenze ist vor allem die Wartefrist von 3 Jahren für diesen Rückgang verantwortlich. Auf der anderen Seite dürften aber die Auswirkungen auf die Beiträge für einen großen Teil der Versicherten wesentlich schwerer wiegen. Schließlich müssen die Versicherungen ab Januar 2009 neu kalkulieren, da besonders für Neukunden eine lebenslange Mitnahme der Altersrückstellungen vorgesehen ist. Damit steigen am Ende die finanziellen Risiken und der Wettbewerb innerhalb der PKV wird zunehmend härter.

Nach 2009 wird sich das Lager der privaten Krankenversicherung in Gewinner und Verlierer spalten. Bereits jetzt verzeichnen einige der Gesellschaften einen zunehmenden Mitgliederschwund, während sich andere Unternehmen über regen Zuwachs freuen. Eine der großen Veränderungen durch die Gesundheitsreform wird also der Kampf um die gesunden Versicherten sein.


 

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