Pfusch auf der Baustelle ist nur selten die Ausnahme: Leider kommt es viel zu häufig vor, dass Bauvorhaben fachlich nicht korrekt umgesetzt werden. Die Leidtragenden sind am Ende die Eigentümer, die entweder mit Mängeln übersäte Immobilien besitzen oder die zusätzliches Geld investieren müssen, weil die Baukosten aufgrund der Mängelbeseitigung überschritten werden.

Die Schuld an Mängeln kann allerdings nicht nur den Bauunternehmen und Handwerksbetrieben zugesprochen werden – Bauherren tragen stets eine gewisse Mitschuld. So gibt es beispielsweise Bauherren, die den Unternehmen zu viel durchgehen lassen. Das Finanzmagazin „Capital“ hat einen Bau-Kompass erstellt, der sich unter anderem mit dem Thema Bauabnahme beschäftigt.

Darin wird deutlich gemacht, wie wichtig es ist, professionelle Bauabnahmen durchzuführen. Die Unternehmen, die für die Ausführungen der Arbeiten verantwortlich sind, müssen wissen, dass gründlich geprüft wird – durch den Aufbau eines gewissen Drucks ist es möglich, die Ausfertigungsqualität maßgeblich zu steigern. Noch wichtiger ist jedoch, dass Baumängel in der Tat aufgedeckt werden und schlampige Unternehmen mit ihrer Arbeitsweise nicht davon kommen.

Experten raten daher zur Einschaltung eines unabhängigen Gutachters. Es lohnt sich, bereits vor dem Termin der Abnahme einzelner Bauabschnitte mit einem neutralen Sachverständigen vor Ort zu erscheinen. Zwar entstehen hierdurch zusätzliche Kosten – doch im Vergleich zu den Schäden, die dadurch aufgedeckt werden können, fallen die Kosten am Ende kaum ins Gewicht. Wer auf diese Weise verfährt, kann Baumängel in aller Ruhe aufdecken – wobei das Aufdecken nicht reicht: Eine professionelle Dokumentation ist unverzichtbar, damit die einzelnen Mängel später allesamt vorgelegt und nachgewiesen werden können.


 

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