Immer häufiger kommt es vor, dass Immobilieneigentümer nicht mehr an ihren Objekten festhalten möchten. Die Gründe, die zum Verkaufswunsch führen, können von ganz unterschiedlicher Natur sein. So ist vor allem die heutige Berufswelt als Faktor zu nennen: Zunehmend mehr Unternehmen erwarten von ihren Angestellten ein hohes Maß an Flexibilität – wer seinen Job behalten möchte, muss die Bereitschaft zu Versetzung und Umzug mit sich bringen. Aber auch Scheidungen führen mittlerweile sehr häufig zum Verkauf erst kürzlich gebauter oder gekaufter Immobilien.

Sofern triftige Gründe vorliegen, ist ein Verkauf der Immobilie sowie der damit einhergehende Ausstieg aus dem Immobiliendarlehen problemlos möglich – diesbezüglich ist der Verbraucher gesetzlich abgesichert. Allerdings nutzt diese Absicherung nur bedingt: Die Banken sind nämlich dazu berechtigt, die Zahlung einer sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung zu erheben. Mit dieser Zahlung soll der Zinsschaden kompensiert werden, der aus der frühzeitigen Zurückzahlung resultiert.

Die Vorfälligkeitsentschädigung darf nicht unterschätzt werden: Je nach Marktzins und Restlaufzeit kann sich die Entschädigungszahlung auf einen sehr hohen Betrag belaufen. Aus diesem Grund gilt es als empfehlenswert, Maßnahmen zur Absicherung zu treffen. Damit ist in erster Linie die Vereinbarung einer Absicherungsklausel gemeint, die heutzutage von immer mehr Banken angeboten wird.

Die Vereinbarung einer entsprechenden Klausel ist oftmals an eine Einmalzahlung oder an einen geringfügigen Zinsaufschlag gekoppelt. Die Kosten, die hierdurch entstehen, fallen vergleichsweise gering aus. Der Gegenwert ist jedoch sehr hoch: Sollte ein sogenannter Härtefall eintreten (z.B. ein berufsbedingter Umzug), kann die Finanzierung vorzeitig beendet werden, ohne dass die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung erforderlich wird.


 

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