Zu Beginn dieses Jahres war bei den Hypothekenzinsen ein Anstieg festzustellen – doch seit April sind die Zinssätze nahezu fortlaufend gefallen. Derzeit befinden sich die Baugeldzinsen auf dem niedrigsten Stand seit langer Zeit. Etliche potentielle Darlehensnehmer warten nun darauf, dass der Rückgang weiterhin anhalten wird, weshalb sie sich nicht mit dem Gedanken anfreunden können, ein Immobiliendarlehen aufzunehmen, das einer längeren Zinsbindung unterliegt.

Genau das Gegenteil ist der Fall: Anstatt eine lange Zinsbindung zu wählen, spielen immer mehr Interessenten mit dem Gedanken, ein variables Darlehen aufzunehmen. Unter einem variablen Darlehen ist ein Kredit zu verstehen, dessen Zinssatz nicht fest vereinbart wird – stattdessen ist die Höhe des Zinssatzes von der Entwicklung der Zinsmärkte abhängig. Dem Darlehensnehmer bietet sich durch die Aufnahme eines solchen Darlehens die Möglichkeit, von weiteren Zinsrückgängen zu profitieren.

Auf der anderen Seite wird die Gefahr oftmals ausgeblendet: Sollten die Hypothekenzinsen steigen, so erhöht sich die Zinsbelastung, die ein variables Darlehen mit sich bringt, deutlich. Aus diesem Grund ist es umso empfehlenswerter, von entsprechenden Darlehen besser die Finger zu lassen. Die meisten privaten Bauherren und Immobilienkäufer sind besser damit beraten, sich für ein Darlehen zu entscheiden, das einer Zinsbindung unterliegt. Am besten wird ein Darlehen mit langer Zinsbindung gewählt. Grund sind die ohnehin schon sehr niedrigen Hypothekenzinsen: Wer jetzt ein Immobiliendarlehen aufnimmt, kann lange Zeit von einem niedrigen Zinssatz profitieren.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Hypothekenzinsen weiterhin fallen, ist hingegen gering. Vielmehr ist für das kommende Jahre mit einem Zinsanstieg zu rechnen. Folglich könnte sich der Abschluss eines variablen Darlehens schon bald in Form hoher Zinsen rächen.


 

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