Die letzten Leitzinssenkungen der Notenbanken sind an den Baugeldkonditionen wirkungslos vorbeigegangen: Obwohl beispielsweise die EZB die Leitzinsen mehrfach senkte, kam es zu keinem weiteren Rückgang der Hypothekenzinsen – zumindest nicht im Bereich der Darlehen mit klassischer Zinsbindung. Einzig und allein im Bereich der variablen Darlehen ist es so, dass ein weiterer Zinsrückgang zu verzeichnen war.

Aufgrund dieser Entwicklung denken einige Bauherren und Immobilienkäufer darüber nach, ob sie ein solches Darlehen aufnehmen sollen – immerhin würde sich ihnen die Möglichkeit bieten, von besonders niedrigen Zinssätzen zu profitieren. Diese Entwicklung ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass es sowohl Banken als auch Baugeldvermittler gibt, die entsprechende Darlehen derzeit anpreisen.

Allerdings gilt es bei der Aufnahme von Immobiliendarlehen, die einer variablen Verzinsung unterliegen, besonders vorsichtig zu sein. Denn so günstig diese Darlehen auch sein mögen, bringen sie ein hohes Risiko mit sich. Es ist nämlich so, dass die Zinssätze entsprechender Darlehen nicht umsonst als variabel bezeichnet werden: Es findet eine regelmäßige Anpassung (zumeist vierteljährlich) an das Niveau der Markzinsen statt. Sollten die Marktzinsen durch die Decke gehen, könnte es richtig teuer werden.

Den meisten potentiellen Darlehensnehmer kann nur davon abgeraten werden, sich für solch eine Finanzierungsform zu entscheiden. Für Zwischenfinanzierungen oder sehr kurze Finanzierungsprojekte können variable Darlehen durchaus interessant sein. Wenn es jedoch darum geht, das Eigenheim über einen längeren Zeitraum abzuzahlen, ist es wesentlich besser, sich das aktuell sehr niedrige Zinsniveau dauerhaft zu sichern, nämlich indem man ein Immobiliendarlehen abschließt, das einer möglichst langen Zinsbindung (z.B. 15 oder 20 Jahre) unterliegt.


 

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