In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Experten vor steigenden Hypothekenzinsen gewarnt. Potentiellen Darlehensnehmern wie Bauherren und Käufern wurde dazu geraten, ihre Finanzierungen möglichst schnell unter Dach und Fach zu bringen, weil die Zinssätze rasch anziehen und sich dadurch die Finanzierungen verteuern könnten. Allerdings gab es auch ein paar Experten, die von einer Panikmache gesprochen haben und dazu rieten, nichts zu überstürzen.

Letztere sollten Recht behalten: In den letzten Wochen sind die Zinsmärkte nämlich gefallen. Obwohl die Wirtschaft in Deutschland glänzend läuft und die EZB eine weitere Leitzinserhöhung in Aussicht gestellt hat, sind die Zinsen im Bereich der Immobilienfinanzierungen rückläufig. Seit Anfang Mai sind die Zinssätze je nach Zinsbindung zwischen 0,1 und 0,25 Prozent gefallen.
Für potentielle Darlehensnehmer sind dies ausgesprochen gute Nachrichten. Ihnen bietet sich derzeit die Chance, Immobiliendarlehen zu sehr attraktiven Konditionen abzuschließen. Zwar mögen die Zinssätze immer noch spürbar über den Zinssätzen des vergangenen Sommers liegen, doch historisch betrachtet ist das Baugeld immer noch außerordentlich günstig.
Auf einen weiteren Zinsrückgang zu spekulieren, gilt jedoch als riskant. Wie bereits angerissen wurde, deutet das aktuelle Umfeld eher auf steigende Zinsmärkte hin. Beim aktuellen Zinsrückgang dürfte es sich eher um eine kurzfristige Marktkorrektur gehalten haben, die auf einen zu schnellen Zinsanstieg folgte. Dementsprechend ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Darlehenskonditionen zu sichern. Dies gilt im Übrigen auch für bestehende Darlehensnehmer, die in den kommenden Monaten oder Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigen. Momentan ist es möglich, sogenannte Forwarddarlehen, die zur Zinssicherung dienen, besonders günstig abzuschließen.


 

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