So mancher Bauherr und Immobilienkäufer hatte es schon bereut, den Traum vom Eigenheim nicht im vergangenen Jahr realisiert zu haben. Damals erreichten die Hypothekenzinsen nämlich ihr absolutes Rekordtief. Baugeld war so günstig wie seit Beginn der Nachkriegszeit nicht mehr. Die große Mehrheit der Darlehensnehmer konnte sich beim Zinssatz eine drei vor dem Komma sichern.

In diesem Jahr zogen die Hypothekenzinsen spürbar an. Bei den Immobiliendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung wurde ein Anstieg von rund 1,1 Prozent erzielt. Viele potentielle Darlehensnehmer ärgerten sich über diese Entwicklung – immerhin hatte der Zinsanstieg zu erheblichen Mehrkosten der Baufinanzierung geführt.
Wer augenblicklich ein Immobiliendarlehen aufnehmen möchte, dürfte allen Grund zur Freude haben. In den vergangenen drei Monaten sind die Hypothekenzinsen nämlich regelrecht in den Keller gerauscht. Der Zinsrückgang ist so deutlich bemessen, dass das Zinstief des vergangenen Jahres unterschritten wurde. Der Bundesverband deutscher Banken hat dies bereits bestätigt. Damit ist Baugeld in Deutschland so günstig wie nie zuvor.

Zahlreiche Interessenten stellen sich bereits die Frage, ob der Rückgang noch anhalten wird und wie weit die Zinssätze für Immobiliendarlehen noch fallen können. Allerdings handelt es sich hierbei um eine Frage, die nur äußerst schwer zu beantworten ist. In Anbetracht der Tatsache, dass bereits ein Rekordtief erreicht wurde, dürfte der Spielraum nach unten nicht mehr allzu groß sein – nach oben ist er aber dafür umso größer. Potentielle Darlehensnehmer sollten sich daher besser nicht auf Spekulationen einlassen. Sinnvoller scheint es, die Gunst der Stunde zu nutzen und sich die attraktiven Darlehenskonditionen zu sichern.


 

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