Wer ein Immobiliendarlehen aufnehmen möchte, sollte sich möglichst beeilen: Vor ein paar Wochen wurde ein neues Zinstief erreicht – derzeit ist Baugeld so günstig wie schon seit mehr als 50 Jahren nicht mehr. Auf einen weiteren Zinsrückgang sollte besser nicht spekuliert werden, da es ganz danach aussieht, als ob die Hypothekenzinsen ihren Boden erreicht haben. In der vergangenen Woche war sogar ein leichter Zinsanstieg festzustellen.

Wie die „Berlinger Morgenpost“ unter Berufung auf den Baugeldvermittler „Interhyp“ schreibt, ist langfristig mit steigenden Zinsen zu rechnen. Interessenten sollten deshalb nicht zu lange abwarten, besonders weil auf lange Sicht sogar mit deutlich höheren Zinsen zu rechnen ist. Folglich empfiehlt es sich an, das niedrige Zinsniveau jetzt zu sichern.

Um von den niedrigen Zinskonditionen möglichst lange profitieren zu können, raten Finanzierungsexperten zur Wahl einer langen Zinsbindung. 15 oder noch besser 20 Jahre sollten es schon sein – somit bleibt Darlehensnehmern Zeit, um einen beachtenswerten Teil der Restschuld abzutragen. Sollten die Zinsen in der Zwischenzeit steigen, ist das nicht so tragisch, weil der Restschuldbetrag nicht mehr so hoch bemessen ist.

Damit ein ordentlicher Darlehensabtrag erfolgen kann, darf die Tilgung nicht zu knapp gewählt werden. Wer auf eine 1-prozentige Tilgung setzt, müsste bei gleich bleibenden Bedingungen mehr als 45 Jahre lang seine Darlehensraten leisten. Besser ist es daher, auf eine anfängliche Tilgung von mindestens 2 oder gar 3 Prozent zu setzen, um somit den Darlehensabtrag zu beschleunigen. Interessant sind auch Volltilger-Darlehen: Am Ende der Laufzeit bleibt keine Restschuld bestehen.


 

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