So genannte Baugeldvermittler sind aus dem Bereich der Immobilienfinanzierung nicht mehr wegzudenken. Vor noch ungefähr 10 Jahren waren derartige Unternehmen auf dem deutschen Markt so gut wie nicht vertreten, heutzutage tragen sie eine bedeutende Rolle – was nicht zuletzt an den Umsatzzahlen deutlich wird.

In der vergangenen Woche veröffentliche der Baugeldvermittler Interhyp seine Geschäftszahlen: Im ersten Quartal dieses Jahres wurden Immobiliendarlehen im Wert von knapp 1,5 Mrd. Euro vermittelt. Das Geschäftsprinzip ist dabei ganz einfach: Der Baugeldvermittler hilft Bauherren, Immobilienkäufern und Umschuldern dabei, den Finanzierungsmarkt zu durchleuchten und somit den passenden Darlehensgeber zu finden. Der Vorteil für den angehenden Darlehensnehmer besteht darin, von einer unabhängigen Beratung profitieren und gleichzeitig besonders attraktive Konditionen geboten zu bekommen.

Bis vor ungefähr zwei Jahren haben die großen Baugeldvermittler mit ca. 60 bis 100 Banken kooperiert. Beim Großteil dieser Banken handelte es sich um Direktbanken, die für ihre besonders günstigen Baugeldkonditionen bekannt sind. Allerdings fällt auf, dass die Vermittler zunehmend enger mit regionalen Geldinstituten zusammenarbeiten und ihre Kooperationen auch in diesem Bereich ausbauen.

Wie Interhyp zuletzt in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, arbeitet man inzwischen mit mehr als 250 Banken zusammen. Dies ist ein beeindruckender Wert: Als privater Bauherr oder Immobilienkäufer könnte man niemals so viele Banken kontaktieren und Finanzierungsangebote einholen – der Aufwand wäre viel zu hoch bemessen. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass die Baugeldvermittler in Zukunft eine noch bedeutendere Rolle spielen werden: Denn schneller als mit deren Hilfe ist es nicht möglich, den Markt der Immobilienfinanzierung gezielt zu durchleuchten.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share