In Deutschland wird derzeit fleißig gebaut. Noch immer werden die meisten Bauvorhaben im Frühjahr oder Frühsommer begonnen, damit im Anschluss die Möglichkeit besteht, die Arbeiten bei möglichst guten Wetterbedingungen fortzusetzen. Inzwischen sind viele Bauherren soweit, dass der Rohbau steht und sie sich dem Innenausbau widmen können.

Hierbei packen sie oft selbst mit an und nehmen außerdem gerne Unterstützung von Familienmitgliedern und Freunden in Anspruch. Diese Praxis ist äußerst verbreitet, was im Hinblick auf die erzielbare Ersparnis auch nicht verwundert. Wer Eigenleistungen erbringt, spart immense Lohnkosten ein und verringert somit die finanzielle Belastung.

Leider kommt es auch auf privaten Baustellen immer wieder zu Unfällen. Leider wird dieses Risiko gerne ausgeblendet, weshalb viele Bauhelfer ohne Versicherungsschutz arbeiten. Allerdings ist dies sehr riskant, denn am Ende haftet der Bauherr – und deshalb kann es für ihn richtig teuer werden.

Wenn zum Beispiel ein Bauhelfer stürzt und daraufhin mehrere Wochen lang nicht arbeiten kann, drohen sämtliche Kosten (z.B. für Behandlung und Verdienstausfall) auf den Bauherren zurückzufallen. Plötzlich drohen Kosten, die eine ernsthafte finanzielle Bedrohung darstellen. Damit weder das Unfallopfer noch der Bauherr finanzielle Schwierigkeiten erleiden, besteht daher sogar eine gesetzliche Versicherungspflicht.

Bauherren sind dazu verpflichtet, ihre privaten Bauhelfer binnen einer Woche bei der BauBG anzumelden und den daraus resultierenden Versicherungsbeitrag abzuführen. Leider wird dies nicht immer getan, um Geld zu sparen. Clever ist das jedoch nicht, immerhin geht es um eine wichtige Absicherung und zugleich ist der Versicherungsschutz relativ preiswert. Im Übrigen wird die Berufsgenossenschaft vom Bauamt über sämtliche Bauvorhaben informiert, sodass ohnehin mit Kontrollen zu rechnen ist.

 

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