Eigentümer und solche, die es werden wollen, können sich freuen: Die Zinsen für Hypothekenfinanzierungen sind laut dem Index der FMH-Finanzberatung mit derzeit 3,77 Prozent außerordentlich günstig. Der Index bezieht sich dabei auf Finanzierungen mit einem angemessenen Eigenkapital von mindestens 30 Prozent des Objektwertes und einer Zinsbindung über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Zinskurve steigt dabei sehr rasch an: Wer sich die Konditionen für 10 Jahre sichern will, muss 4,26 Prozent p.a. in Kauf nehmen, bei 15 Jahren Zinssicherheit sind 4,60 Prozent fällig.

Die Zinssätze könnten schon bald wieder ansteigen. Experten verweisen darauf, dass die in dieser Woche anstehende Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank, deren Umfang auf 50 Basispunkte geschätzt wird, sich nicht auf die Konditionen am Hypothekenmarkt auswirken wird. Die Leitzinsen nämlich betreffen lediglich den Interbankenmarkt, der auf sehr kurzfristige Kredite ausgerichtet ist. Die Zinsen für langfristige Kredite, wie sie bei der Immobilienfinanzierung genutzt werden, dürften aufgrund der sich ausweitenden Staatsdefizite der Länder im Euroraum spätestens zum Ende des Jahres hin wieder deutlich anziehen.

Für alle, deren Finanzierungsbedarf noch einige Zeit auf sich warten lässt, etwa weil Eigenkapital angespart werden muss oder weil eine laufende Finanzierung nur gegen eine hohe Vorfälligkeitsentschädigung zu kündigen ist, bieten Forward-Darlehen eine günstige Alternative: Gegen vertretbare Aufschläge können damit die Zinsen der Gegenwart für Kredite der Zukunft gesichert werden. Da Experten in den nächsten Jahren einen deutlichen Anstieg der Finanzierungszinsen prognostizieren, lohnt sich der Abschluss von Forwards auch mit längeren Vorlaufzeiten.


 

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