Viele angehende Bauherren und Käufer ärgern sich darüber, dass die Bauzinsen innerhalb des vergangenen Dreivierteljahres so enorm angezogen haben. Wer im Sommer des vergangenen Jahres finanziert hat, konnte von äußerst niedrigen Zinssätzen profitieren: Das Baugeld befand sich auf einem Rekordtief. Doch mittlerweile haben die Zinssätze spürbar angezogen. Die Hypothekenzinsen liegen im Schnitt einen Prozentpunkt höher, was unter Berücksichtigung der gesamten Finanzierungsdauer einen großen Kostenunterschied ausmacht.

Dennoch sind Immobiliendarlehen momentan nicht als teuer einzustufen. So mancher Interessent überlegt ernsthaft, ob es nicht besser wäre, noch abzuwarten und auf einen Rückgang der Zinssätze zu spekulieren. Diese Vorgehensweise ist jedoch weniger zu empfehlen: Dass die Bauzinsen noch einmal fallen, gilt als relativ unwahrscheinlich. Außerdem können die Zinsmärkte derzeit nicht als hoch eingestuft werden. Zwar mögen die Zinssätze in den letzten Monaten angezogen haben, aber trotzdem ist das Baugeld immer noch vergleichsweise günstig. Heutzutage ist es in den meisten Fällen problemlos möglich, einen Darlehenszins zu bekommen, der zwischen 4,5 und 5,5 Prozent liegt. Vergleicht man dies mit den Zinssätzen, die in den 1990er Jahren gefordert wurden, so ist das aktuelle Baugeld außerordentlich günstig. Zur damaligen Zeit mussten Darlehensnehmer mit Zinssätzen von 7 bis 11 Prozent vorliebnehmen.

Überstürzen sollten Häuslebauer in spe natürlich auch nichts: Wer eine Immobilie übereilt kauft oder ein Bauvorhaben zu hektisch plant, ärgert sich womöglich später darüber, dass das Objekt aufgrund Zeitmangels nicht ordentlich geplant wurde. Bauherren und Käufer die in absehbarer Zeit abschließen werden, erhalten garantiert einen akzeptablen Zinssatz. Im Übrigen sollte ein Darlehen nicht nur günstig sondern auch auf die persönlichen Anforderungen abgestimmt sein.


 

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