Besonders bei privaten Anlegern sind Immobilien wieder sehr gefragt: Die Angst vor der Inflation ist groß, weshalb gerne in Immobilien investiert wird. Das Betongold genießt den Ruf, besonders wertstabil zu sein und einen guten Inflationsschutz zu bieten. Die Anzahl entsprechender Immobilientransaktionen hat innerhalb der letzten 12 Monate deutlich zugelegt.

Ohne Finanzierung kommen jedoch nur die wenigsten Anleger aus. Der Großteil aller Anlageobjekte wird finanziert – häufig sogar, weil Steuerberater oder auch Anlageberater zu dieser Entscheidung raten. Allerdings fällt auf, dass viele dieser Finanzierungen schlecht gestaltet sind. Besonders die Tilgung ist oftmals zu niedrig bemessen, was sich auf die Rentabilität der Anlage schlecht auswirkt.
Viele Anleger entscheiden sich ganz bewusst für eine niedrige Tilgung: Man möchte die eigenen Ausgaben gering halten. Die Zinslast wird weniger als Problem betrachtet, schließlich können die Zinsausgaben steuerlich geltend gemacht bzw. mit den Mieteinnahmen verrechnet werden. Viele Steuerexperten raten sogar explizit zu derartigen Finanzierungsvarianten. Dabei ist eine niedrige Tilgung alles andere als vorteilhaft: Das Problem besteht darin, dass der Restschuldbetrag nur langsam abnimmt. Dementsprechend dauert es sehr lange, bis eine Immobilie tatsächlich abbezahlt ist. Zugleich muss eine relativ hohe Darlehensrate bedient werden, was jedoch im Falle von ausbleibenden Mietzahlungen ein enormes Risiko darstellt. Umso empfehlenswerter ist es daher, ganz bewusst eine höhere Tilgung zu wählen. Die Restschuld wird schneller verringert, wodurch finanzielle Sicherheit entsteht. Im Lauf der Zeit hat dies einen höheren Gewinn zur Folge, der zwar versteuert werden muss. Aber besser man versteuert einen Gewinn, als gar nicht erst einen Gewinn zu erzielen.


 

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