Bei der Immobilienfinanzierung geht es im Regelfall um viel Geld: Die meisten Banken vergeben ihre Immobiliendarlehen erst ab Darlehensbeträgen von 50.000 Euro. Zwar belaufen sich die meisten Darlehen auf wesentlich höhere Beträge, jedoch können sich geringe Zinsunterschiede bereits in dieser Größenordnung deutlich bemerkbar machen. Da überrascht es nicht, dass Darlehensnehmer immer häufiger auf einen umfassenden Zinsvergleich setzen.

Ein Zinsvergleich ist auf jeden Fall erstrebenswert. Nur wenn mehrere Finanzierungsangebote eingeholt und miteinander verglichen werden, lässt sich anschließend mit Gewissheit sagen, wo bzw. bei welchem Darlehensgeber tatsächlich eine günstige Baufinanzierung abgeschlossen werden kann.

Allerdings sollte beim Vergleichen von Darlehensangeboten nicht nur auf die Zinssätze geachtet werden. In vielen Ratgebern wird auf den effektiven Jahreszins hingewiesen, der einen leichten Darlehensvergleich ermöglichen soll. Dieser darf zwar nicht fehlen, jedoch ist es immer gut, auch noch auf weitere Punkte zu achten – ganz besonders auf die Restschuld.

Es kann durchaus vorkommen, dass Zusatzkosten oder Gebühren entstehen, die im effektiven Jahreszins nicht berücksichtigt sind. Ein kurzer Blick auf einen Tilgungsplan bzw. auf die Restschuld kann diese Kosten entlarven. Folglich ist es immer gut, Tilgungspläne anzufordern, um somit über ein zusätzliches Vergleichsmittel zu verfügen.

Zu dieser Art von Vergleich noch ein wichtiger Tipp: Bei der Ermittlung der Restschuld gehen Darlehensgeber teilweise verschieden vor. Einige Banken berücksichtigen die Tatsache, dass die Darlehensauszahlung meist nie direkt nach Vertragsabschluss erfolgt, andere Banken hingegen nicht. Somit können ggf. ein paar Ratenzahlungen in der Kalkulation zu viel angesetzt werden, was zu unterschiedlichen Ergebnissen führt.


 

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