Zu Beginn des Jahres war in einigen Zeitungsbeiträgen zu lesen, dass die private Krankenversicherung für etliche Versicherungsnehmer eine Enttäuschung sei, weil die Beiträge teilweise deutlich erhöht wurden. Allerdings wurde nur selten darüber ein Wort verloren, dass den Mitgliedern der Krankenkassen bzw. der gesetzlichen Krankenversicherung ein noch höherer Beitragsanstieg droht.

Ursache sind die hohen Kosten, die aus dem Gesundheitssystem resultieren. Besonders die Krankenkassen haben mit diesen Kosten enorm zu kämpfen. Kein Wunder, dass einige Kassen den Zusatzbeitrag einführen mussten: Sie benötigen die zusätzlichen Einnahmen, um weiterhin tätig sein zu können.

Für Gesundheitsexperten steht daher schon lange fest, dass die Krankenkassen weitere Beitragserhöhungen durchführen müssen. Diese Erhöhungen werden voraussichtlich schon sehr bald auf die Kassenmitglieder zukommen. Wie die Regierung durchblicken ließ, habe man sich vorläufig darauf geeinigt, dass der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung um 0,6 Prozent angehoben werden soll. In Abhängigkeit vom Einkommen eines Versicherungsnehmers kann dies bedeuten, dass sich die jährliche Mehrbelastung auf bis zu 135 Euro pro Jahr beläuft.

In der Politik sieht man sich dazu gezwungen, diesen Schritt zu gehen: Der gesetzlichen Krankenversicherung droht ein Milliardenloch, das dringend geschlossen werden muss. Wie mehrere Politikexperten bekannt gegeben haben, ist mit der Erhöhung des Beitragssatzes bereits im Januar kommenden Jahres zu rechnen.

Was den zu Beginn des Jahres eingeführten Zusatzbeitrag betrifft, so wurde dieser bisher von der Politik ausgeklammert. Allerdings ist es laut mehreren Versicherungsexperten denkbar, dass auch hier ein höherer Grenzwert festgelegt wird, wodurch sich der Zusatzbeitrag womöglich schon bald verdoppeln könnte.


 

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