Bergbauschäden stellen eine Gefahr dar, die immer wieder unterschätzt wird: In vielen Regionen, in denen einst Kohle abgebaut wurde, sind in den letzten Jahren neue Wohngebiete entstanden. Dass diese Gefahr nicht unterschätzt werden darf, wurde am vergangenen Wochenende sehr deutlich. In ganz Deutschland zeigte man sich geschockt, als in Sachsen-Anhalt eineinhalb Wohnhäuser urplötzlich in einen fast 100 Meter tiefen Krater gestürzt sind und dabei vermutlich drei Personen getötet wurden.

Dennoch sind entsprechende Bauplätze relativ gefragt – Grund sind die vergleichsweise niedrigen Kosten. Insbesondere im Ruhrgebiet, in welchem einst großflächig Kohle abgebaut wurde, finden sich heutzutage viele Regionen, in denen man Bauland äußerst preiswert erwerben kann: Die einst brach liegenden Flächen werden heutzutage wieder angesiedelt.

Bei der Suche nach einer Baufinanzierung für entsprechende Grundstücke hat man es nicht immer leicht. Dies trifft insbesondere für die Direktbanken zu: Etliche Banken schließen die Finanzierung entsprechender Vorhaben kategorisch aus. Dies liegt schlichtweg an den Bergbauschäden, die sich jederzeit und zugleich in einem nur schwer einschätzbaren Ausmaß bemerkbar machen können.

Wer in solch einem Gebiet bauen oder ein Bestandsobjekt kaufen möchte, sollte damit rechnen, dass sich gerade im Bereich der Direktbanken nur wenige Institute wieder finden, die zu einer Darlehensvergabe bereit sind. Deutlich bessere Chancen bestehen bei den regionalen Banken, welche die Region einfach besser kennen und deshalb auch deutlich flexibler sind. Anfragen sollte man bei den Direktbanken allerdings trotzdem – falls sich eine Direktbank findet, die zur Vergabe eines Darlehens bereit ist, lassen sich hier meist die besseren Konditionen erzielen.


 

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