Dass es so viele Interessenten für die private Krankenversicherung gibt, ist nicht verwunderlich. Der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung bietet vielen Leuten die Chance, ihre Versicherungsausgaben maßgeblich zu verringern. Ebenso ist die Möglichkeit gegeben, von einem umfassenderen Versicherungsschutz zu profitieren. Allerdings geht es der Mehrheit der Interessenten in erster Linie um die Kosten.

Durch den Wechsel von der PKV in die GKV erhoffen sich viele Personen eine deutliche Kostenreduzierung. Die Erwartungen sind hoch: Etliche Interessenten gehen davon aus, ordentlich sparen zu können. Allerdings sollte man die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. Denn nur weil mittlerweile vielerorts mit besonders günstigen PKV-Tarifen geworben wird, bedeutet dies noch lange nicht, dass sich eine satte Ersparnis erzielen lässt.

Die hohen Erwartungen sind vor allem auf die sogenannten Locktarife zurückzuführen. Mehrere PKV-Anbieter haben Tarife aufgelegt, die sich durch besonders niedrige Beiträge auszeichnet. Allerdings will der Wechsel in solch einen Tarif gut überlegt sein: Eine gute private Krankenversicherung zeichnet sich nicht nur durch einen niedrigen Versicherungsbeitrag sondern auch durch einen leistungsstarken Versicherungsumfang aus.

Bei den Locktarifen sind die Leistungen das eigentliche Problem. Das „Handelsblatt“ hat erst kürzlich vor diesen Tarifen gewarnt. Das Problem ist die knappe Kalkulation der Versicherer: Oftmals ist das Leistungsspektrum stark eingeschränkt oder die Versicherungsnehmer müssen im Krankheitsfall hohe Selbstbehalte leisten. Versicherungstarife, deren monatlicher Beitrag unter 150 Euro liegt, gelten als knapp kalkuliert und somit als riskant. Interessenten sollten lieber gezielt auf Qualität setzen und einen höheren Beitrag entrichten, damit sie letztlich gut versichert sind.


 

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