Schon häufiger wurden der PKV schwere Zeiten vorausgesagt. Man hört immer wieder von Wachstumsschwierigkeiten, mit denen die Anbieter privater Krankenversicherungen zu kämpfen haben. Allerdings betrifft dies längst nicht jeden Versicherer. Dass es auch Ausnahmen gibt bzw. die private Krankenversicherung eine starke Nachfrage verzeichnet, belegt die Central Krankenversicherung. Wie der PKV-Anbieter erst kürzlich mitgeteilt hat, konnte man im vergangenen Jahr ein kräftiges Wachstum verzeichnen.

Im Jahr 2009 konnte die Central Krankenversicherung 48.000 neue Mitglieder für die Vollversicherung gewinnen. Dies entspricht einem Zuwachs von 10,6 Prozent. Knappe eine halbe Million Versicherungsnehmer, die sich für eine Krankenvollversicherung entschieden haben, verzeichnet das Unternehmen. Hinzukommen weitere 1,3 Millionen Versicherungsnehmer, die eine ergänzende Versicherung bzw. eine Krankenzusatzversicherung nutzen.

Bei genauerer Betrachtung der gemeldeten Wachstumszahlen ist festzustellen, dass ein Großteil der neu gewonnenen Versicherungsnehmer aus der gesetzlichen Krankenversicherung stammt. Rund 82 Prozent der Neukunden sollen sich für den Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung entschieden haben. Beim Rest handelt es sich um Versicherungsnehmer, die innerhalb der privaten Krankenversicherung einen Wechsel vorgenommen haben. Wie Central Vorstand Dr. Joachim von Rieth mitteilt, sei das starke Wachstum vor allem dem Kostenanstieg in der gesetzlichen Krankenversicherung zu verdanken. Die Anhebung der Beiträge sowie drohende Leistungseinschnitte bewegen nach wie vor viele Kassenpatienten zu einem Versicherungswechsel.

Übrigens konnte die Central Krankenversicherung auch im Bereich der privaten Krankenzusatzversicherung wachsen. Rund 53.000 Mitglieder der GKV sollen sich für den Abschluss einer Zusatzversicherung entschieden haben, um somit ihren Krankenschutz gezielt zu erweitern – eine attraktive Möglichkeit für all diejenigen, die nicht in die PKV wechseln können.


 

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