Schon seit Jahren werden Kassenpatienten von den Trägern der gesetzlichen Krankenversicherung ordentlich zur Kasse gebeten. Ab dem kommenden Jahr werden die Beiträge erneut steigen. Die Regierung hat beschlossen, den Beitragssatz ab 2011 um 0,6 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent zu erhöhen. Außerdem wurde den Kassen mehr Spielraum eingeräumt, wenn es um den Zusatzbeitrag geht. Anstatt einem Prozent des Bruttoeinkommens sind ab nächstem Jahr bis zu zwei Prozent zulässig.

Wer glaubt, dass mit den steigenden Beiträgen dann erst einmal Schluss ist, irrt sich. Weil auf dem Gesundheitssystem ein solch hoher Kostendruck lastet, gelten spätere Beitragserhöhungen als unausweichlich. Kassenpatienten können sich also schon einmal darauf einstellen, eine noch höhere finanzielle Belastung in Kauf nehmen zu müssen. Im Grunde reicht die bevorstehende Beitragserhöhung nicht aus, um das Gesundheitssystem zu finanzieren: Im nächsten Jahr werden die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung vom Staat mit einer Sonderzahlung in Höhe von zwei Milliarden Euro gestützt.

Anders sieht es in den Reihen der privaten Krankenversicherung aus. Zwar kann sich auch die PKV dem Kostenanstieg nicht entziehen, jedoch haben die Versicherer mit nicht ganz so großen Finanzproblemen zu kämpfen. Somit ergibt sich für Privatpatienten ein langfristiger Kostenvorteil: Ihre Beiträge werden nicht so rasant anziehen, wodurch das Einkommen weniger belastet wird.

Für zahlreiche Personen wäre es deshalb erstrebenswert, von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln. Durch einen solchen Wechsel könnten die Kosten maßgeblich gesenkt werden. Zudem bietet sich die Chance, einen Krankenschutz zu erlangen, der exakt auf den persönlichen Bedarf abgestimmt ist und somit einen größeren Nutzen bietet.


 

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