Fertighäuser liegen im Trend: Noch nie zuvor haben sich so viele Bauherren für die Fertigbauweise entschieden. Hierbei handelt es sich um eine Entwicklung, die vor allem auf den finanziellen Vorteil zurückzuführen ist, den die Fertigbauweise mit sich bringt: Je nach Hausanbieter und gewähltem Haustyp lässt sich ein finanzieller Vorteil gegenüber der konventionellen Bauweise in Höhe von ca. 20 bis 30 Prozent erzielen.

Allerdings müssen Fertighäuser nicht zwingend günstig sein – eines der besten Beispiele ist das Ikea Fertighaus, das bereits seit einigen Tagen für Schlagzeilen sorgt. Denn trotz Fertigbauweise und dem Stempel „Ikea“, der bekanntlich für günstiges Einrichten und Wohnen steht, ist das Fertighaus nicht gerade günstig.

Bereits mehrere Architekten sowie auch andere Immobilienexperten haben sich zu Wort gemeldet und dem Fertighaus nicht unbedingt das beste Zeugnis ausgestellt. Im Grunde kann man über das Haus nicht klagen: Das Gebäude verspricht eine solide Bauweise, die sich zweifelsfrei sehen lassen kann – wobei angemerkt werden muss, dass das Haus nicht von Ikea produziert wird. Stattdessen arbeitet man mit einem deutschen Fertighaushersteller zusammen. Dies dürfte auch der Grund sein, weshalb das Haus nicht so preiswert ist: Sowohl der Fertighaushersteller, als auch die Möbelhauskette, möchten an den Häusern verdienen.

Werden die reinen Baukosten betrachtet, so belaufen sich diese auf ca. 1.600 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. In Anbetracht von Qualität und Ausstattung ist dies nicht gerade günstig. Wie „Focus Online“ unter Berufung auf einen Architekten berichtet, kostet eine vergleichbare Qualität bei anderen Herstellern gut 200 bis 300 Euro pro Quadratmeter weniger.


 

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