Direktbanken stehen bei Bauherren und Immobilienkäufern hoch im Kurs. Eine schnelle Abwicklung und vor allem die attraktiven Konditionen bringen immer mehr Interessenten dazu, ihre Immobiliendarlehen bei Direktbanken aufzunehmen. Diesbezüglich ist festzustellen, dass die potentiellen Darlehensnehmer immer länger warten: Weil die Banken heutzutage eine vergleichsweise schnelle Darlehensgenehmigung anbieten, lassen sich die Interessenten oftmals viel Zeit.

Allerdings sollte das Thema Baufinanzierung nicht zu spät angegangen werden. Gleich mehrere Gründe sprechen dafür, sich frühzeitig um die Finanzierung zu kümmern. Hierfür spricht vor allem die Tatsache, dass ein Immobiliendarlehen trotz Zustandekommen des Darlehensvertrags nicht von heute auf morgen ausgezahlt werden kann. Stattdessen bedarf es häufig mehrerer Wochen, bis das Darlehen tatsächlich zum Abruf bereit steht.

Dies liegt an der Besicherung des Darlehens: Banken nehmen die Auszahlung frühestens dann vor, wenn eine Grundschuld eintragen ist. Die Grundschuld dient als Sicherheit für das Darlehen – erst nach erfolgter Grundschuldeintragung kann eine Auszahlung des Darlehens veranlasst werden.

Die Dauer der Eintragung unterschätzen viele Darlehensnehmer. Zwar muss das zuständige Grundbuchamt lediglich eine Eintragung vornehmen bzw. das Grundbuch der Immobilie entsprechend umschreiben, allerdings braucht das seine Zeit. Die Praxis zeigt, dass es in den meisten Fällen gut sechs bis acht Wochen dauert – erst dann sind die Grundschulden eingetragen. Hinzu kommt die Erstellung einer Grundschuldurkunde, welche der Bank zugesendet wird.

Aufgrund dieser Gegebenheiten sollten angehende Darlehensnehmer auf keinen Fall zu schnell planen bzw. ihr zeitliches Vorgehen umso genauer abstecken. Es ist wichtig, dies zu tun, schließlich soll der Darlehensbetrag rechtzeitig abgerufen werden können, damit es nicht zur Entstehung von Verzugszinsen kommt.


 

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