Zahlreiche Privatanleger dürften sich über die aktuelle Entwicklung an den Börsen sehr ärgern. Als die Finanzkrise immer noch stark um sich schlug und die Aktienkurse stark eingebrochen waren, begann eine Rallye, mit der kaum jemand gerechnet hatte. Die meisten privaten Anleger verpassten im Jahr 2009 den Einstieg und mussten seither ansehen, wie die Kurse immer weiter nach oben kletterten. Der bisherige Höhepunkt wurde diese Woche erreicht: Mit mehr als 7.600 Zählern erreichte der DAX ein neues Fünf-Jahres-Hoch.

Diejenigen, die den Einstieg verpasst haben, ärgern sich vor allem deshalb, weil sie keine Alternativen am Markt sehen. Vor allem die Zinsmärkte sind unattraktiver als je zuvor: Wer sein Geld auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten einzahlt, erwirtschaftet keine schönen Renditen. Diese sind so niedrig, dass sie von der Inflation mit Leichtigkeit aufgefressen werden.

Angesichts der aktuellen Börsenentwicklung denken viele Personen darüber nach, jetzt einzusteigen. Gerade weil es am DAX so gut läuft, könnten weitere Kursgewinne erzielt werden. Allerdings ist dies ein sehr typisches Verhalten: Privatanleger steigen vor allem dann ein, wenn die Rallye zum größten Teil schon gelaufen ist. Solch späte Einstiege bergen ein hohes Gefahrenpotential: Oft lassen Korrekturen nicht lange auf sich warten, wodurch herbe Verluste eingefahren werden. Vor lauter Schock steigen Privatanleger dann oftmals aus, um dann die nächste Erholung zu verpassen.

Natürlich weiß niemand, wie es an der Börse in naher Zukunft weitergeht. Es ist möglich, dass die Aktienkurse weiter anziehen. Ebenso sind aber auch deutliche Kursrückgänge denkbar. Dementsprechend ist höchste Vorsicht angebracht: Wer einsteigen möchte, sollte auf keinen Fall sein gesamtes Kapital investieren. Kleinere Investments schmälern zwar die Gesamtrendite, dafür wird aber auch das Verlustrisiko spürbar begrenzt.


 

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