Es war gegen Ende der vergangenen Woche, als der DAX ein neues Allzeithoch erreicht: Der wichtigste deutsche Aktienindex erreichte einen Stand von 8.876 Zählern. Mittlerweile notiert der DAX wieder darunter, allerdings liegt er nicht allzu weit entfernt. Es wäre also gut möglich, dass die gute Stimmung an den Börsen anhält und in den kommenden Wochen oder Monaten weitere Höchststände erreicht werden.

Angesichts dieser Situation stellen sich viele Privatanleger die Frage, ob die Entwicklung anhält und sie deshalb einsteigen sollen. Allerdings ist diese Frage nicht leicht zu beantworten, schließlich Punkte, die sowohl für als auch gegen einen Einstieg sprechen. Nachfolgend werden diese Punkte kurz vorgestellt.

Es ist tatsächlich denkbar, dass der DAX noch weiter steigt. Hierfür spricht vor allem das ökonomische Umfeld. Die meisten großen Notenbanken fluten die Märkte weiterhin mit günstigem Geld – einem Umstand, von welchem die großen Geschäftsbanken ordentlich Gebrauch machen. Sie decken sich mit dem günstigen Geld ein, um es dann zu investieren. Ein Ende dieser Entwicklung ist vorerst nicht abzusehen, denn rascher und zugleich deutlicher Anstieg der Zinsen gilt als unwahrscheinlich.

Auch die wirtschaftliche Lage in Deutschland sieht positiv aus: Während viele andere europäische Länder wirtschaftliche Probleme haben, können wir nicht klagen. Dementsprechend ist der Zufluss an Mitteln in die deutschen Aktienmärkte besonders groß. Viele Anleger sehen kaum Alternativen.

Anderseits gibt es auch Punkte, die gegen einen weiteren Anstieg des DAX sprechen. Da wäre zum Beispiel der Blick auf die Geschichte. Diese lehrt den Anleger, dass es generell als sehr riskant gilt, bei Höchstständen zu kaufen. Auf Höchststände folgen oft deutliche Korrekturen, welche besonders die Privatanleger zu spüren bekommen. Die Profis ziehen ihre investierten Gelder im Ernstfall schnell ab und können ihre Verluste somit begrenzen. Private Anleger sind einem zeitlichen Nachteil ausgesetzt, sie trifft es meist sehr viel härter.

Anleger, die jetzt einsteigen möchten, sollten daher vorsichtig sein. Es empfiehlt sich, auf gar keinen Fall die gesamten Ersparnisse einzusetzen. Stattdessen werden besser kleine Beträge investiert, um das Risiko dadurch zu begrenzen.

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Beitragsbemessungsgrenzen der Krankenversicherung für 2014 stehen fest

In der vergangenen Woche hat das Kabinett die Beitragsbemessungsgrenzen für das kommende Jahr festgelegt. Zwar muss der Bundesrat noch zustimmen, allerdings gilt die Zustimmung als gewiss. Nachfolgend möchten wir die Auswirkungen auf die Krankenversicherung verdeutlichen.

Die Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung gibt an, bis zu welcher Höhe ein Einkommen als Grundlage zur Ermittlung des Beitrags herangezogen wird. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist der Beitrag nämlich an das Einkommen gekoppelt: Je besser ein Kassenmitglied verdient, desto höher der Beitrag. Allerdings gibt es eine Deckelung, die so genannte Beitragsbemessungsgrenze. Sie legt fest, wann der Höchstbeitrag in der Krankenversicherung erreicht ist.

Die monatliche Beitragsbemessungsgrenze wurde mit 4.050 Euro festgelegt. Wird diese mit dem gegenwärtigen Beitragssatz von 15,5 Prozent multipliziert, so ergibt sich daraus ein monatlicher Höchstbeitrag von 627.75 Euro. Gegenüber dem bisherigen Höchstwert von 610 Euro ist somit eine erneute Erhöhung festzustellen.

Neben der Beitragsbemessungsgrenze wurde außerdem die Versicherungspflichtgrenze angehoben. Sie beläuft sich ab dem nächsten Jahr auf 4.462,50 Euro: Ein Arbeitnehmer muss mindestens diesen Betrag im Monat brutto verdienen, damit er in der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwilliges Mitglied geführt wird. Sobald dies der Fall ist, verfügt er zumindest aus rechtlicher Sicht über die Möglichkeit, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Auf das Jahr gerechnet liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 53.550 Euro.

Angesichts dieser Entwicklung wird es wieder ein wenig schwieriger, von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln. Dennoch weiß das Kabinett die Erhöhung zu rechtfertigen: Weil die Einkommen im vergangenen Jahr um durchschnittlich 2,8 Prozent gestiegen sind, ist die Anhebung gerechtfertigt.


 

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