Die Debeka Krankenversicherung möchte bei der sogenannten Medikamentenversorgung, zumindest teilweise neue Wege gehen und hat deshalb einen Versuch gestartet. Dieser Versuch betrifft Patienten, die dauerhaft bzw. längerfristig mehrere Medikamente regelmäßig einnehmen müssen. Weil es in der Praxis häufiger vorkommt, dass die Patienten im Hinblick auf die Einnahme nicht sehr vorsichtig sind und deshalb gelegentlich vergessen, die eine oder andere Pille zu schlucken, möchte die Debeka speziell abgepackte Medikamente ausgeben lassen. Der Grundgedanke ist denkbar einfach: Der Kunde erhält von seiner Apotheke speziell für ihn verpackte Medikamente. Diese werden in einer so genannten Blisterverpackung rationiert, wodurch eine regelmäßige und kontrollierte Einnahme ermöglicht wird.

Vorerst wird ein entsprechender Pilotversuch im Saarland gestartet. Sollte der Versuch erfolgreich verlaufen, möchte der Anbieter privater Krankenversicherungen diesen Service ausweiten. Im Wesentlichen geht es dem PKV Anbieter darum, eine noch bessere Versorgung der Versicherungsmitglieder zu ermöglichen.

Ein Sprecher der Versicherung betont, dass die gezielte Medikamentenversorgung sowohl für den Patienten als auch für den Versicherungsanbieter große Vorteile mit sich bringt. Was den Patienten betrifft, so kann dieser von einer vereinfachten Kontrolle seiner Medikamenteneinnahme profitieren, was im Hinblick auf die Gesundheit von großer Bedeutung ist. Zugleich profitiert der Versicherungsanbieter von einer Senkung der Kosten: Oftmals würden Patienten ihre Medikamente nicht aufbrauchen und vorzeitig neue Packungen erwerben, wodurch den Versicherern unnötige Zusatzkosten entstehen.

Wie der Versuch in der Praxis verlaufen wird, bleibt vorerst abzuwarten. Letzten Endes kann das Vorhaben nur dann gelingen, wenn sowohl die Patienten als auch die Apotheken mitspielen.


 

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