Die ersten Krankenkassen machen ernst, sie erheben den Zusatzbeitrag. Die Reaktionen der Kassenmitglieder sind deutlich: Schon jetzt hat eine beachtliche Anzahl der Mitglieder eine Kündigung ausgesprochen. An dieser Entwicklung wird deutlich, wie sensibel die privaten Haushalte sind, wenn es um Beitragserhöhungen geht.

Seit dem 1. Februar erhebt die Deutsche BKK einen Zusatzbeitrag in Höhe von 8 Euro pro Monat. Von den 750.000 Mitgliedern haben bereits 1.000 Mitglieder die Kündigung ausgesprochen und den Wechsel zu einer anderen Krankenkasse eingeleitet. Wenn man bedenkt, dass der Zusatzbeitrag erst seit wenigen Tagen erhoben wird, könnte auf die betroffenen Kassen eine sehr große Kündigungswelle zu kommen.

Bei der genannten Kasse könnte sich die Welle noch einigermaßen in Grenzen halten, da ein fester Zusatzbeitrag erhoben wird. Theoretisch dürfen die Kassen den Beitrag an das Einkommen koppeln und ihn bis in Höhe von 37,50 Euro pro Monat erheben. Es gibt mittlerweile Kassen, die angekündigt haben, einen solch hohen Beitrag erheben bzw. von dieser Möglichkeit Gebrauch machen zu wollen.

Den Zulauf erhalten in erster Linie die Krankenkassen, die deutlich gemacht haben, vorerst keinen Zusatzbeitrag erheben zu wollen. Informationen dahingehend, wie viele Kassenmitglieder einen Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung anstreben, liegen bisher keine vor. Allerdings ist es gut möglich, dass bis Ende des Monats entsprechende Zahlen vorliegen bzw. die privaten Versicherer darüber informieren. Schließlich ist der Wechsel von der GKV in die PKV weitaus mehr als nur eine Alternative: Viele Wechsler können von niedrigeren Beiträgen und besseren Leistungen profitieren.


 

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