Endlich ist die Katze aus dem Sack und das Rätselraten um die geplante Beschränkung des Wechselrechts innerhalb der privaten Krankenversicherung hat ein Ende. Das Finanzministerium hat letzte Woche bekannt gegeben, dass Versicherte bei einem Wechsel in den neuen Basistarif für die Dauer von 18 Monaten dort versichert bleiben müssen, bevor ein erneuter Wechsel ins Auge gefasst werden kann. Damit bleibt das Ministerium deutlich hinter den Forderungen aus den Reihen der PKV zurück. Hier hatten Vertreter eine Bindung an den Basistarif von drei Jahren gefordert. Natürlich ist die Entscheidung des Finanzministeriums bei den Unternehmen der privaten Krankenvorsorge nicht unbedingt auf Zustimmung gestoßen, wie die Reaktionen nur zu deutlich zeigen.

Gerade Gegnern des Basistarifs ist die Mindestversicherungsdauer immer noch zu kurz. An einigen Stellen wird davon gesprochen, dass mit den neuen Regelungen der Basistarif für junge und gesunde Versicherte lediglich als Wechseltarif dienen wird und damit am eigentlichen Zweck vollkommen vorbei zielt. Die Folgen einer solchen Wechselbewegung müssten am Ende ältere Bestandskunden tragen, deren Beiträge in zunehmendem Maß durch das Ausscheiden der jungen Versicherten immer weiter steigen würden. Die große Besonderheit des Basistarifs ist die teilweise Mitnahme der Altersrückstellungen, womit ein entscheidender Grund gegen den Wechsel der Krankenversicherung wegfällt.

Allerdings steht diese Option Kunden, die bereits Mitglied einer privaten Krankenversicherung sind, nur über den Zeitraum von einem halben Jahr zur Verfügung. Neukunden können dagegen von ihrem Wechselrecht immer wieder Gebrauch machen, entscheidend ist hier lediglich, dass sie nach dem 01. Januar 2009 in die PKV eingetreten sind. Die Einführung des Basistarifs geht auf gesetzliche Bestimmungen zurück, die für jeden Bundesbürger den Abschluss einer Krankenversicherung zur Pflicht machen.


 

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