Mit immer sorgenvolleren Gesichtern schauen Experten und Verbraucher auf die kräftig wachsende Inflation, denn das, was eigentlich die Konjunktur tun sollte, machen im Moment eher die Preise. Sie erreichen ein Rekordhoch nach dem anderen. Neben dem Ölpreis, der zugleich die Gaspreise mit nach oben zieht, wird auch die Lage in anderen Bereichen zunehmend bedrohlicher. Die Preisentwicklung bei wichtigen Gütern wie zum Beispiel Lebensmitteln oder Rohstoffen sorgt nicht nur für sozialen Zündstoff in der Dritten Welt, sondern lässt auch hierzulande die Preise in den Geschäften munter nach oben klettern. Natürlich ist diese Entwicklung für jeden Verbraucher ärgerlich, da weniger Kapital im Geldbeutel sich nicht nur beim Einkaufen negativ auswirkt, sondern auch an anderen Stellen durchaus Wirkung zeigt.

Am Ende sorgen die steigenden Preise dafür, dass so mancher Kreditnehmer vielleicht in absehbarer Zeit seine Schulden bei den Banken nicht mehr zu den festgelegten Bedingungen tilgen kann. Und was eine solche Situation bedeutet, kann sich jeder sicher ohne Probleme ausmalen. Aber daneben wirkt sich die fortschreitende Geldentwertung auch noch an einer ganz anderen Stelle auf die Baufinanzierung aus: Neben bestehenden Baufinanzierungskunden holt die Entwicklung auch alle Neukunden ein. In absehbarer Zeit werden sich die Kosten für neue Verträge um einige Prozentpunkte erhöhen, wodurch sich auch in nächster Zeit die Kosten für einen Baukredit vervielfachen dürften. Was in den letzten Jahren relativ günstig zu haben war, dürfte bald wesentlich teurer werden.

Einzig eine Wende der EZB hin zu einem niedrigen Leitzins kann die Auswirkungen der Inflation am Kreditmarkt ein wenig bremsen. Solange die Preise aber in einem solch rasanten Tempo steigen, werden auch diese Bemühungen sicher kein Heilmittel sein.

 

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