Seit Anfang dieses Jahres wird der sogenannte Basistarif angeboten. Hierbei handelt es sich um einen Krankenversicherungstarif, der mit der letzten Gesundheitsreform geschaffen wurde und von jedem PKV-Versicherer angeboten werden muss. Zum einen soll der Basistarif bestehenden PKV-Kunden die Möglichkeit einräumen, einen Tarifwechsel vorzunehmen, zum anderen sollte er dabei helfen, den damals unversicherten Bürgern einen Versicherungsschutz zu bieten.

Allerdings kommt der Basistarif nicht sonderlich gut an. Wie aktuelle Zahlen belegen haben sich bisher noch nicht einmal 10.000 Bürger für den Basistarif entschieden. Verwunderlich ist diese schwache Entwicklung nicht: Der Basistarif ist teuer und hat zugleich wenig zu bieten. Wer über die Möglichkeit verfügt, sich privat zu versichern, sollte deshalb sehr vorsichtig sein, wenn er mit dem Gedanken spielt, den Basistarif zu wählen – in so gut wie allen Fällen ist es besser, sich gleich für eine „richtige“ private Krankenversicherung zu entscheiden.

Zum einen sind es die hohen Kosten, die den Basistarif so unattraktiv machen. Bei den meisten Versicherern liegt er bei einem monatlichen Beitrag von rund 560 Euro. Zugleich bekommen Versicherungsnehmer nur wenige Leistungen geboten: Der Versicherungsschutz entspricht in etwa dem Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung. Zudem soll es etliche Ärzte geben, die Patienten, die über den Basistarif versichert sind, nicht behandeln.

Daher ist es ratsam, sich vorrangig über die Möglichkeiten in der privaten Krankenversicherung zu informieren. Der Versicherungsschutz der PKV gilt als wesentlich umfangreicher und kann an die persönlichen Anforderungen angepasst werden. Zudem befinden sich die meisten Interessenten in der Lage, einen klassischen PKV-Tarif deutlich günstiger als den Basistarif abschließen zu können.


 

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