Die Insolvenz der City BKK Krankenkasse hat nur wenige Versicherungsexperten überrascht. Es ist allgemein bekannt, dass zu viele Krankenkassen unwirtschaftlich arbeiten und deshalb mit großen Finanzproblemen zu kämpfen haben. Dementsprechend kündigten einige Gesundheitsexperten an, dass die nächste Krankenkassenpleite voraussichtlich nicht lange auf sich warten lassen wird.
Die Experten sollten Recht behalten: Keine zwei Wochen später, nachdem feststeht, dass die City BKK in die Insolvenz rutscht, wird vor der nächsten Pleite gewarnt. Auch dieses Mal ist wieder eine BKK betroffen – die BKK Heilberufe.

Wie verschiedenen Medienberichten zu entnehmen ist, soll die Krankenkasse schwer angeschlagen sein. Um die Insolvenz zu verhindern, befindet man sich auf der Suche nach einem Fusionspartner. Durch die Zusammenlegung von zwei oder sogar mehreren Krankenkassen sollen die Kosten verringert werden, wodurch wiederum das Überleben gesichert werden soll. Allerdings hat die BKK Heilberufe nur noch relativ wenig Zeit, einen Fusionspartner zu finden: Sollte nicht bis Ende dieses Monats eine Lösung gefunden sein, könnte die Krankenkasse bereits Insolvenz anmelden. Auch wenn die BKK Heilberufe eher eine kleine Krankenkasse ist, wäre eine stattliche Anzahl an Kassenmitgliedern von der Insolvenz betroffen. Mehr als 130.000 Versicherte müssten sich auf die Suche nach einer neuen Krankenkasse begeben. Genau das scheint allerdings leichter gesagt als getan: So mancher Versicherte der City BKK beschwerte sich über das Verhalten anderer Kassen, die den Zugang erschwert oder sogar abgelehnt haben – obwohl sie gesetzlich zur Aufnahme der Versicherten verpflichtet sind.

Die Versicherten der BKK Heilberufe sind aber nicht die einzigen, die mit negativen Nachrichten konfrontiert sind: Die Vereinigte IKK hat angekündigt, einen Zusatzbeitrag in Höhe von 8 Euro erheben zu wollen – eine Million Versicherte sind betroffen.

 

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