Während sich der Markt für eine private Krankenvollversicherung auch in diesem Jahr nicht zur Zufriedenheit der beteiligten Unternehmen entwickelt, boomt dagegen die Sparte der Zusatzversicherungen. Immer mehr Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung wollen mit dem Abschluss entsprechender Verträge den Schutz ihrer Gesundheit nachhaltig verbessern. Dass an dieser Stelle aber nicht alles Gold ist, was glänzt, liegt auf der Hand. Gerade an einer Zahnzusatzversicherung scheiden sich die Geister.

Die GKV übernimmt heute nur noch einen Teil der Kosten, wie hoch der Zuschuss am Ende ausfällt, hängt vom Befund des Zahnarztes ab. Mithilfe einer zusätzlichen Versicherung hoffen viele Patienten auf den Schutz, wie ihn Mitglieder der PKV genießen. Grundsätzlich ist gegen diesen Wunsch nichts einzuwenden, allerdings sollte vor dem Abschluss einer Zusatzversicherung der Rund-um-Schutz etwas genauer unter die Lupe genommen werden. Zeigen sich Lücken bei existenziellen Versicherungen, so müssen diese in jedem Fall zuerst geschlossen werden.

Ein wichtiges Detail betrifft die Kosten einer Zahnzusatzversicherung: Preiswerte Angebote mit monatlichen Beiträgen unter der Grenze von 10,- EUR sind oft nicht empfehlenswert. Hier sollte weniger der Rotstift, dafür eher die Leistung zählen. Probleme mit der Zusatzversicherung tauchen auch dann auf, wenn bereits Vorerkrankungen in den Vertrag eingebracht werden. Unter Umständen droht in diesem Fall sogar die Ablehnung des Antrags.

Wer einen bereits eingetretenen Schaden am Gebiss sanieren lassen will, muss mit noch größeren Problemen rechnen, da Leistungen für bereits aufgetretene Erkrankungen durch die Versicherungsunternehmen nicht übernommen werden, sondern von den Versicherten selbst zu finanzieren sind.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share