Im Bereich der klassischen Zinsanlagen sieht es sehr düster aus. Die niedrigen Marktzinsen verderben die Freude am Sparen. Bei vielen Banken sind die Zinsen so niedrig, dass man sich ernsthaft fragen muss, ob die Inflation überhaupt noch kompensiert werden kann. Zunehmend mehr Anlageexperten kommen daher zum Schluss, Tages- und Festgeld hätten ausgedient. Anleger, die vernünftige Rendite erzielen möchten, kommen an der Aktie nicht mehr vorbei.

Besonders zu Dividendentiteln wird gerne geraten. Gemeint sind Aktien von Unternehmen, die für ihre regelmäßigen Dividendenausschüttungen bekannt sind. Im Grunde ist dieser Tipp gar nicht einmal so verkehrt, denn viele Dividendentitel kommen auf gute Renditen und können mit klassischen Zinsanlagen durchaus konkurrieren.

Allerdings darf eine Sache nicht außer Acht gelassen werden: Aktien sind teuer geworden. In den vergangenen Jahren haben die Aktienkurse stark angezogen. Die Frage lautet, wie lange diese Entwicklung noch anhalten wird. Es ist gut möglich, dass es zu stärkeren Kurskorrekturen kommt. Für diejenigen, die jetzt noch einsteigen, könnte dies schwere Kursverluste bedeuten.

Solche Verluste sind nicht leicht auszusetzen. Man beachte nur einmal den DAX, der nur noch wenige Zähler von der magischen 8.000er Marke entfernt steht. Die 9.000 hat er noch nie durchbrochen, doch vor vier Jahren, als noch die Finanzkrise tobte, stand er bei weniger als 3.000 Zählern. Infolge liegt der Zeitpunkt für einen sicheren bzw. günstigen Einstieg schon weit zurück.

Anleger, die dennoch einsteigen möchten, sollten vorsichtig sein. Besonders riskant wird es, wenn man sein gesamtes Kapital auf einmal investiert. Vorsichtige Anleger investieren nach und nach. Sollten nämlich größere Kursverluste eintreten, könnte es sehr lange dauern, bis man die wieder ausgesessen hat – da trösten dann auch die Dividendenzahlungen nur schwer drüber hinweg.


 

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