Noch ist nicht entschieden, wie die Europäische Zentralbank mit dem Leitzins verfahren wird. Mit einer Entscheidung wird nicht vor dem 5. Juli gewartet. Allerdings gibt es mittlerweile etliche Experten, die mit einer Senkung des Leitzinses rechnen.

Für Anleger und Sparer wäre dies keine sehr erfreulich Entwicklung. Eine Senkung des Leitzinses könnte die ohnehin schon sehr niedrigen Zinsen für Spareinlagen zusätzlich absacken lassen. Infolge würde es immer schwieriger werden, mit Spareinlagen eine Rendite zu erzielen, die zumindest einen Schutz vor der Inflation bietet.

Wer bei der Geldanlage auf Tagesgeld setzt, sollte daher gewappnet sein. Falls die EZB eine Senkung des Leitzinses vornimmt, dürfte mehrere Banken reagieren und ihre Tagesgeldzinsen anpassen. Infolge könnte es erforderliche sein, Umschichtungen vorzunehmen: Am besten ist es nämlich, wenn sich die Ersparnisse immer bei der Bank befinden, die augenblicklich die beste Verzinsung verspricht.

Dementsprechend sollten Sparer die Augen offen halten und regelmäßige Zinsvergleiche durchführen. Es ist empfehlenswert, rund alle ein bis zwei Monate einen kurzen Zinsvergleich zu machen. Wenn sich dabei herausstellt, dass Tagesgeldanlagen bei einer anderen Bank eine höhere Verzinsung erzielen, sollte ein Wechsel in Betracht gezogen werden.

Natürlich wäre es falsch, beim Vergleichen von Tagesgeldangeboten ausschließlich auf die erzielbare Rendite zu achten. In erster Linie muss eine Anlage vor allem sicher sein. Folglich sollte man die einzelnen Anbieter genau prüfen. Vor allem bei Banken mit Sitz im Ausland ist Vorsicht angebracht: Eine ausreichende Einlagensicherung sollte gewährleistet sein.

Im Übrigen gilt dies nicht nur für Tagesgeldanlagen. Wer auf Festgeldanlagen setzt, sollte dieselbe Strategie verfolgen: Gute Festgeldkonten überzeugen mit einem hohen Maß an Sicherheit sowie einer überdurchschnittlichen Verzinsung.

 

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