DAVINCI_Fachwerkhaus (4)

Je nach Region kann der Erwerb eines Eigenheims ungemein kostspielig sein, zumindest wenn ein konventioneller Objektkauf oder gar ein Bauvorhaben geplant ist. Wer hingegen eine Immobilie via Zwangsversteigerung erwirbt, kann seinen Traum vom eigenen Zuhause mit ein wenig Glück viel kostengünstiger realisieren.

Dies hat sich in den vergangenen Jahren herumgesprochen, nie zuvor gab es so viele Privatpersonen, die Zwangsversteigerungen besucht und dann sogar mitgeboten haben. Allerdings verläuft die Teilnahme nicht immer wie geplant, teilweise werden gravierende Fehler gemacht. Damit dies nicht geschieht, möchten wir in diesem Beitrag darüber informieren, worauf es in der Praxis ankommt.

Objektwert überprüfen

Es ist unbedingt zu prüfen, wie es um den tatsächlichen Marktwert der Immobilie steht. Entsprechende Zahlen werden zwar im Vorfeld fast immer genannt, doch besser ist es, sich selbst einen Überblick über den jeweiligen Immobilienmarkt zu machen. Man sollte sich zudem darüber klar werden, wie viel die Immobilie einem selbst wert ist.

Folgekosten bedenken

Zwangsversteigerungsobjekte befinden sich nicht immer im besten Zustand, d.h. es fallen womöglich enorme Zusatzkosten für Modernisierung und Renovierung an. Deren Höhe gilt es möglichst präzise zu beziffern, damit im Falle eines Erwerbs keine Kosten drohen, mit denen man zunächst nicht gerechnet hat.

Versteigerungsteilnahme vorbereiten

Die eigentliche Teilnahme an der Versteigerung setzt einen von der Bank unterschriebenen Scheck in ausreichender Höhe aus. Eine Bestätigung durch die LZB ist im Regelfall nicht mehr erforderlich, dennoch sollte dies sicherheitshalber geprüft werden.

Zudem sollte die Finanzierungszusage einer Bank vorliegen. Wer ohne Zusage ein Objekt erwirbt und dann eine Immobilienfinanzierung benötigt, steht unter großem Druck. Hier sollte niemand ein Risiko eingehen. Fast immer ist es am besten, sich die Zusage bei einer Regionalbank einzuholen. Die eigentliche Finanzierung kann später immer noch bei einer anderen Bank erfolgen.

Limit setzen und einhalten

Es gilt sich unbedingt ein preisliches Limit zu setzen und es strikt einzuhalten. Wer im Rahmen des Bieterverfahrens nervös wird und sich mitreißen lässt, erwirbt die Immobilie womöglich zu einem Preis, der die ursprüngliche Kalkulation vollständig zunichte macht. Übersteigen die Gebote das persönliche Limit, steigt man lieber mit einem guten Gewissen aus und versucht sein Glück bei der nächsten Zwangsversteigerung.


 

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