Das Bausparen erfreut sich einer immens großen Beliebtheit. Statistisch gesehen verfügt jeder zweite Bundesbürger über einen eigenen Bausparvertrag. Ein großer Teil der Bausparer verfolgt das klassische Ziel: Es soll Eigenkapital gebildet und zugleich eine Grundlage geschaffen werden, um später ein günstiges Darlehen zum Erwerb von Immobilien in Anspruch nehmen zu können.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, auf Bausparverträge und Bauspardarlehen zu setzen. Zwar kommt es nur selten vor, dass die gesamte Finanzierung über einen zuteilungsreifen Bausparvertrag abgewickelt wird, doch zumindest die Einbindung entsprechender Darlehen gilt als weit verbreitet. Sofern die Möglichkeit besteht, wird sie gerne genutzt. Viele Bausparer sagen sich, dass sie ein Bauspardarlehen in die Immobilienfinanzierung einbinden möchten, wenn sie mehrere Jahre lang dafür gespart haben.
Allerdings sollte genau überprüft werden, ob die Einbindung tatsächlich zu empfehlen ist. Unter Umständen ist es nämlich günstiger, auf diesen Schritt zu verzichten und den gesamten Kapitalbedarf über ein konventionelles Immobiliendarlehen bzw. Bankdarlehen abzudecken. Dies ist zumindest dann ratsam, wenn das Bauspardarlehen teurer wäre.

Zwar haben die Hypothekenzinsen in den vergangenen Monaten spürbar angezogen. Dennoch können die aktuell erhältlichen Darlehenskonditionen immer noch attraktiver als so manches Bauspardarlehen sein. Nicht selten haben Bausparer ganze sieben Jahre oder noch länger gespart und gewartet, damit ihre Bausparverträge zuteilungsreif werden. Doch vor sieben Jahren lagen die Zinssätze am Darlehensmarkt höher als zur heutigen Zeit. Dementsprechend sollte bei der Einbindung überprüft werden, ob es sich wirklich lohnt, diesen Schritt zu gehen. Wenn der Zinssatz des Bauspardarlehens über den derzeitigen Marktzinsen liegt, ist eine Einbindung meist nicht empfehlenswert.


 

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