Der Traum von einem Eigenheim bedeutet für viele Bauherren eine beachtliche finanzielle Belastung, schließlich sind in der Regel 150.000 Euro oder mehr erforderlich, um sich ein eigenes Haus leisten zu können. Nur selten kann diese Summe zu 100 Prozent aus Eigenkapital finanziert werden. Muss sie aber auch nicht, schließlich greifen Banken den zukünftigen Bauherren hier mit einer Baufinanzierung unter die Arme. Betrachtet man aber einmal die Laufzeiten etwas genauer, dürfte sehr schnell klar sein, dass eine Rückzahlung des Baukredites in 5 Jahren nur selten erfolgreich ist.

Wesentlich wahrscheinlicher ist dagegen das Szenario, nach 10 oder 15 Jahren immer noch auf einem mehr oder minder großen Schuldenberg zu sitzen. Und während dieses doch recht langen Zeitraums kann sich die persönliche Lebenssituation des Kreditnehmers durchaus verändern, im positiven wie auch negativen Sinne. Mithilfe einer Restschuldversicherung lässt sich zumindest für den letzten Fall vorsorgen, dass etwa das Einkommen aufgrund von Krankheit, Tod oder Arbeitslosigkeit ausfällt. Allerdings ist auch bei einer Restschuldversicherung ein kühler Rechner gefragt, da sich die Bedingungen im Einzelfall deutlich voneinander unterscheiden können.

Vor einer Entscheidung muss etwa geklärt werden, in welcher Form die Restschuldversicherung an die steigende Tilgung angepasst wird. Entweder sinkt die Versicherungssumme jedes Jahr mit dem Darlehen, was in den ersten Jahren zwar kaum ins Gewicht fällt, dafür sinkt die Versicherungssumme später umso stärker. Eine andere Möglichkeit wäre eine lineare Anpassung. In den ersten Jahren der Tilgung deckt die Versicherungssumme das tatsächliche Darlehen dann aber nur zum Teil.

Aber egal welche der beiden Varianten am Ende in Frage kommt, Familien mit nur einem Hauptverdiener sollten sich in jedem Fall für eine Restschuldversicherung entscheiden, um Unannehmlichkeiten möglichst frühzeitig eine Absage erteilen zu können.


 

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