Häuser mit integrierter Einliegerwohnung liegen absolut im Trend. Zunehmend mehr Immobilienkäufer sowie auch Bauherren entscheiden sich für diese Variante. Die Hintergründe können dabei ganz verschieden sein. Einigen geht es darum, abgetrennten Wohnraum für die Kinder zu schaffen, andere zielen hingegen darauf ab, einen Untermieter unterzubringen, um dadurch zusätzliche Einnahmen zu erzielen.

Sofern die Wohnung vermietet wird, bietet es sich an, die Finanzierung zu optimieren bzw. den Umstand der Vermietung bei der Darlehensgestaltung unbedingt zu berücksichtigen. Sofern Mieteinnahmen anfallen, müssen diese nämlich versteuert werden – im Gegenzug ist man natürlich dazu berechtigt, die Finanzierungskosten umzulegen bzw. von den Mieteinnahmen abzuziehen, um somit die Steuerlast zu verringern.

Letztlich hat dies zur Folge, Immobiliendarlehen aufteilen zu müssen. Wird eine Immobilie nicht vollständig vermietet, sondern zum Teil privat genutzt, dürfen nur die Finanzierungskosten der vermieteten Wohneinheit steuerlich geltend gemacht werden. Folglich ist eine saubere Trennung der Finanzierungskosten umso wichtiger, die letztlich auf verschiedenem Wege erzielt werden kann.

Eine Möglichkeit wäre es, einfach zwei Immobiliendarlehen abzuschließen und die Zinsen des einen Darlehens dann abzusetzen. Aufgrund der geteilten Darlehensbeträge (Darlehenssummen können die Zinssätze beeinflussen) könnte es jedoch zu höheren Finanzierungskosten kommen. Deshalb ist es häufig besser, ein Darlehen aufzunehmen und dieses in zwei Tranchen zu teilen. Auf diesem Weg ist es möglich, in den Genuss niedriger Zinssätze zu gelangen und gleichzeitig über eine saubere Trennung zu verfügen. Im Regelfall stellt diese Verfahrensweise überhaupt kein Problem dar, wobei es aus Gründen der Absicherung dennoch ratsam ist, zuvor einen Steuerberater aufzusuchen und sich professionellen Rat zu holen.
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