Ab dem 01.04.ändert sich einiges bei den Darlehensprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau: Die Förderbank, die zu 80 Prozent im Besitz des Bundes und zu 20 Prozent im Besitz der Länder ist, schafft das Programm „Ökologisch bauen“ ab. In Zukunft können Bauvorhaben dann durch das Programm „Energieeffizient bauen“ gefördert werden. Das neue Programm sieht vor, dass Häuser, die wenig Energie verbrauchen, durch günstige Konditionen gefördert werden. Dabei gilt die EnEV als Maßstab: Die Kredite werden genehmigt, wenn ein qualifiziertes Gutachten ergibt, dass das neu zu bauende Objekt im Hinblick auf Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust die in der Energieverordnung angegebenen Höchstwerte um 30 bis 45 Prozent unterschreiter. Je klimafreundlicher ein Neubau ist, desto günstiger fallen die Konditionen aus.

Die Auszahlung erfolgt zu 100 Prozent, langfristige Tilgungszeiträume von bis zu 30 Jahren sind ebenso möglich wie Zinsfestschreibungen und tilgungsfreie Anlaufjahre. Die Rückzahlung erfolgt in vierteljährlichen Annuitäten. Die Zinssätze, mit denen das Programm startet, stehen zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest. Die Darlehen werden jedoch aus Mitteln des Bundeshaushaltes bezuschusst, so dass anzunehmen ist, dass die Konditionen sehr günstig ausfallen werden. Energieeffizienz ist trotz der wieder gesunkenen Preise für Energie nach wie vor ein Top-Thema in der Politik. Bauliche Maßnahmen werden darüber hinaus im Rahmen des von der großen Koalition verabschiedeten Konjunkturpaketes besonders gefördert – auch die Programme der KfW profitieren davon. Eine Zunahme der Bautätigkeit und der Energieeffizienz schließlich schaffen nicht nur Arbeitsplätze und Unabhängigkeit von den Energiepreisen, sondern sie sind auch gut fürs Klima!


 

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